Lohn für harte Arbeit
30.03.2011 | 17:50 Uhr 2011-03-30T17:50:00+0200Mit der Bronzemedaille kehrt das Leistungsklasse-Drachenbootteam Roter Drache Mülheim von den Deutschen Langstrecken-Meisterschaften aus Oberhausen zurück. Geschlagen geben mussten sich die Sportler vom Mülheimer Kanusportverein nur dem All Sports Team aus Hannover und den Neckardrachen aus Heilbronn.
Mit der nationalen Langstreckenmeisterschaft über 21,1 Kilometer begann das Wettkampfjahr 2011 für die Mülheimer Crew, die sich normalerweise eher auf den Sprintstrecken zu Hause fühlt und diese Distanz somit als ganz besondere Herausforderung sieht. Zum ersten Mal ist diese Distanz als Deutsche Meisterschaft vom Deutschen Kanu-Verband (DKV) ausgeschrieben worden und 21 Teams aus ganz Deutschland, von Schwerin bis Bad Säckingen, folgten diesem Aufruf und stellten sich dieser Grenzbelastung im Drachenbootsport. Die Berufsschifffahrt auf dem Rhein-Herne-Kanal wurde für die Zeit der Meisterschaft extra gesperrt, so dass für die Teams optimale Bedingungen geschaffen wurden.
Um 14 Uhr wurde die Langstrecke im Modus eines Verfolgungsrennens gestartet und die Teams im Abstand von 30 Sekunden nach und nach auf die Strecke geschickt. Um 14:07 Uhr war es dann für den Roten Drachen soweit. Mit Startnummer 17 ging die Mannschaft vom MKV ins Rennen. Vor ihr lagen also jede Menge Teams, die es galt einzuholen. Bereits nach etwas über einem Kilometer hatte der Rote Drache zu dem vor ihm gestarteten Konkurrenten, den Rheingaunern aus Wiesbaden, aufgeschlossen und zog vorbei. Dieser gute Start setzte weitere Kräfte frei und nach und nach konnte ein Großteil der Konkurrenten eingeholt und überholt werden.
Einen großen Anteil an diesem Rennverlauf hatte der erst im Oktober zum Team dazu gestoßene neue Steuermann Jürgen Obkircher, der vom Teamcaptain Thorsten Günster in Oberhausen sozusagen ins kalte Wasser geworfen wurde. Insbesondere in den Wenden und bei einer Kollision mit dem Lokalmatador, den Centro-Dragons, behielt der neue Steuermann die Nerven und meisterte brenzlige Situationen bei Überholmanövern mit erstaunlicher Gelassenheit. Teams, die überholt werden, versuchen die Sogwirkung des schnelleren Bootes für sich zu nutzen, um möglichst lange und kräftesparend mitzuhalten. Hier ist es die Aufgabe des Steuermanns, sie durch Fahrmanöver „von der Welle“ zu bekommen.
Nach 1:34,00 Stunden kam der Rote Drache ins Ziel und belegte Platz drei hinter dem All Sports Team Hannover (1:30,32) und den Neckardrachen aus Heilbronn (1:31.15). „Mit diesem Erfolg konnte man aufgrund des harten Winters und der langen Hochwasserphase nicht unbedingt rechnen, aber wir haben in dieser Zeit beim Hallentraining und im Kraftraum mit zusätzlichen Einheiten sehr intensiv gearbeitet und kompensierten so halbwegs die fehlenden Wassereinheiten“, so Günster.
0mitdiskutieren