Konstantin Gerlakh behält im Herrenfinale die Nerven

Konstantin Gerlakh (Dortmunder TK Rot-Weiß) siegte im ersten Abschnitt des Stauder-Circuits.
Konstantin Gerlakh (Dortmunder TK Rot-Weiß) siegte im ersten Abschnitt des Stauder-Circuits.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Julia Mikulski (TC Bredeney Essen) und Konstantin Gerlakh (Dortmunder TK Rot-Weiß) haben das erste Turnier im Rahmen des Stauder-Circuits gewonnen.

Alles andere als einfache Bedingungen herrschten am Endspieltag des ersten Turniers im Rahmen des von der Tennisakademie PMTR für den Kahlenberger HTC organisierten Stauder-Circuits. Zwar blieb der große Regen aus und die Plätze auf der Anlage an der Mintarder Straße waren in einem guten Zustand, doch der Wind sorgte in vielen Szenen für lange Gesichter. Freudige Minen gab es hingegen am Turnierende bei Julia Mikulski (TC Bredeney) und Konstantin Gerlakh (Dortmunder TK Rot-Weiß). Sie schnappten sich den Bärenanteil vom 800-Euro-Preisgeld.

Konstantin Gerlakh, der in Russland geboren ist, in Marl wohnt und trainiert sowie für den Dortmunder TK Rot-Weiß in der Westfalen-Liga aufschlägt, lieferte sich mit seinem Finalgegner Kim Möllers vom Dorstener TC einen Tenniskrimi. Den ersten Satz entschied Gerlakh im Tiebreak für sich. Möllers konterte im zweiten Durchgang und setzte sich mit 6:2 durch. Dann entwickelte sich ein spannendes „Finale“. Im Match-Tiebreak führte Gerlakh mit 9:3, doch der „Kämpfer“ Möllers gab nicht auf und schob sich Punkt für Punkt an seinen Widersacher heran. Plötzlich stand es 9:9. Möllers erspielte sich im weiteren Verlauf einen Matchball. Am Ende siegte aber doch noch Konstantin Gerlakh mit 13:11.

Gute Vorbereitung

Konstantin Gerlakh war bei diesem Turnier an Position drei gesetzt, sah sich aber dennoch nicht als Außenseiter gegen den bei Turnieren in Mülheim stets sehr erfolgreichen Kim Möllers, Nummer eins der Setzliste. Der Russe meinte nach der Siegerehrung: „Es war das fünfte Match gegen Kim und nun habe ich vier Mal gewonnen. Heute war es aber aufgrund des Windes auch ein Glücksspiel. Es war crazy!“

„Trotz des unbeständigen Wetters bieten wir den Spielerinnen und Spielern die Möglichkeit, schon zu dieser frühen Jahreszeit auf gut präparierten Ascheplätzen zu spielen. Auch wenn es hier bereits um Punkte für die deutschen Ranglisten geht, sehen viele Teilnehmer es auch als gute Vorbereitung für die kommenden Turniere und Mannschaftsmeisterschaften an“, sagt PMTR-Chef Uwe Schumann.

Schon in guter Form präsentierte sich Julia Mikulski. Die deutsche Top-50-Spielerin wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und siegte in der gut besetzten Damenkonkurrenz. Im Finale auf dem Center Court bezwang sie in einem ebenfalls stark von den Sturmböen beeinträchtigten Match Helene Grimm vom niedersächsischen TC Stelle mit 6:1, 6:4. Einen ungewöhnlichen Verlauf hatte das Halbfinale gegen Jennifer Wacker genommen. Nach einem Satzverlust (3:6) konnte sich die frühere Spielerin des MTV Kahlenberg enorm steigern. Den zweiten Durchgang gewann sie mit 6:0 und den Match-Tiebreak als Krönung mit 10:0. „Das hatte ich so auch noch nie“, sagte die spätere Siegerin des ersten Turniers um den Stauder-Cup nach dem Halbfinalmatch.