Komowskis Erbe wird gesucht
27.08.2010 | 19:25 Uhr 2010-08-27T19:25:00+0200
Am Samstag geht es wieder los: In den Mülheimer Ruhrauen grassiert einmal mehr das Lauffieber. Die 16. Auflage des RWW-Ruhrauenlaufs steht auf dem Programm.
Unter den mittlerweile zahlreichen Laufveranstaltungen in Mülheim gehört der Ruhrauenlauf zu den Veranstaltungen mit der größten Tradition. Bis zu 1400 Sportlerinnen und Sportler werden sich auch in diesem Jahr wieder auf den verschiedenen Strecken tummeln – allein die Hälfte davon im Hauptlauf über zehn Kilometer. Damit gehört der von der RWW veranstaltete Ruhrauenlauf (der Mülheimer Sportbund sitzt mit im Boot) zu den zehn größten Laufveranstaltungen am Nordrhein.
Die Strecke ist trotz der anhaltenden Regenfälle der letzten Tage in einem guten Zustand. Das Organisationsteam des TSV Viktoria wird am frühen Samstagmorgen ab etwa 8.30 Uhr noch einmal die gesamte Strecke in Augenschein nehmen und bei Bedarf letzte Ausbesserungsarbeiten vornehmen.
Vor elf Jahren absolvierte Sebastian Bürklein die Zehn-Kilometer-Strecke in 30:04 Minuten – ein Rekord (wohl) für die Ewigkeit. Angepeilt werden in diesem Jahr die Zeiten der beiden Vorjahressieger Zbigniew Komowski (LG Mülheim, 34,36 Minuten) und Svenja Gayk (TuSEM Essen, 39:49 Minuten). Neue Sieger wird es auf jeden Fall geben, denn die beiden Titelverteidiger sind diesmal nicht dabei.
Zbigniew Komowski zog sich vor knapp einem Monat eine Fußverletzung zu und konnte mehrere Wochen nicht trainieren. Mittlerweile befindet sich Mülheims Vorzeigeläufer wieder im Training, ist aber noch nicht zu hundert Prozent fit. Grund genug für Komowski, die Teilnahme abzusagen. „Wenn ich teilnehme, möchte ich natürlich auch ganz vorn mit dabei sein und nicht einfach nur ins Ziel kommen“, sagt der Vorjahressieger. Er wird diesmal nur als Zuschauer an der Strecke sein und seine Konkurrenz in Augenschein nehmen. Einen Favoriten herauszufinden, ist schwer. Der Name Karsten Kruck befand sich bis Freitagnachmittag nicht auf der Meldeliste. Die Organisatoren gehen aber davon aus, dass der Duisburger - wie so oft - am Veranstaltungstag nachmelden wird. Nimmt er tatsächlich teil, ist er automatisch einer der Topfavoriten.
Der nächste Auftritt von Zbigniew Komowski steigt hingegen erst im November. Zunächst reist der Athlet der LG Mülheim für zwei Wochen in sein Heimatland Polen. Im November wird er dann am Rennbahn-Crosslauf auf der Raffelberger Anlage teilnehmen. „Dieser Lauf gehört zum Mülheim-Pokal und den möchte ich natürlich gewinnen“, sagt der Läufer aus Leidenschaft. Auch der Ruhrauenlauf gehört in diesem Jahr erstmals zu dieser noch jungen Mülheimer Laufserie.
Das Wettkampfbüro in der Harbecke-Sporthalle an der Mintarder Straße öffnet am Samstagvormittag um 12 Uhr. Jeweils eine Stunde vor jedem Lauf besteht die Möglichkeit, spontan nachzumelden. Diese wurde in den letzten Jahren zahlreich angenommen.
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Auch die after-work-runners.de sind dabei und freuen sich auf diese schöne Veranstaltung