Königsklasse im Revier
16.06.2010 | 16:58 Uhr 2010-06-16T16:58:00+0200
Vom erhofften Heimspiel auf der Ruhr darf die Achter-Besatzung der Renn-Ruder-Gemeinschaft Müheim (RRGM) noch süß träumen, zunächst einmal geht es in die Nachbarschaft.
Die 1. Ruder-Bundesliga gastiert an diesem Samstag (19. Juni) in Castrop-Rauxel und damit im Revier.
Schlagmann und Crew-Chef Martin Tschäge und seine Mitstreiter gehen den kurzen Weg ins Westfälische frohen Mutes und grundsätzlich zuversichtlich an. Nach dem Ligastart am 15. Mai auf dem Main in Frankfurt und vor dem zweiten „Spieltag“ der wassersportlichen Königsklasse belegt das Mülheimer Flaggschiff den überraschenden vierten Tabellenplatz. In der Mainmetropole hatte es für Tschäge und Co. im Finale um Platz drei eine Niederlage gegen die heimische Rudergesellschaft Germania gegeben. Das Saisonziel „ein Platz auf dem Podium“ wurde nach dem machtvollen Sprint erst im Fotofinish verfehlt. Im 16-er-Elitefeld belegt die RRGM Platz 4.
Seit Wochen sind die Verantwortlichen des gastgebenden Clubs rund um die Uhr im Einsatz, um in der Hebewerk-Arena im Schleusenpark Henrichenburg ein Ereignis in Perfektion und mit Leidenschaft zu präsentieren. „Wir wollen nicht nur mit Metropolen wie Hamburg und Hannover mithalten können, sondern das Event aus dem Vorjahr noch mal toppen“, verspricht RVR-Ruderchef Meinolf Schnettler.
Allein die Zahlen versprechen ein Event der Extraklasse. Das Zwölf-Stunden-Programm (9 bis 21 Uhr) steckt voller Rasse, Klasse, Spannung und Brisanz. Insgesamt 45 Achter werden kommen, um in der 1. und 2. Liga sowie bei den Frauen Liga-Punkte zu sammeln. Das sind rund 800 Aktive, Trainer, Betreuer und Helfer – plus Fans. Im vergangenen Jahren waren es 5000, die am Rhein-Herne-Kanal Bundesliga-Atmosphäre atmeten. Tschäge kann sich gut daran erinnern: „Das wa eine Superstimmung. Die Gastgeber haben ein großes Programm aufgeführt, das diesmal noch umfangreicher werden soll.“ Die RRGM gehört zum Programm und steigt gegen 10.30 Uhr ins Zeitfahren ein.
Die sportlichen Ziele sind nach dem verheißungsvollen Auftakt auf dem Main natürlich hochgesteckt: „Alle sind heil und wir haben fleißig geübt. Unser erklärtes Ziel ist eine Steigerung und damit ein Treppchenplatz. Ob das 100-prozentig klappt, lässt sich nicht voraussehen. Die anderen haben schließlich auch gut gearbeitet.“
Zur Crew zählen beim Flottentreffen in Westfalen neben dem Schlagmann die Athleten Martin Kiefer, André Warm, Mathias Schneider, Kristian Schneider, Jonas Weimann, Henrik Habermann und Steuermann Lennert Schmitz. Jugendtrainer Matthias Borghorst und Björn Siebert werden sich beim zweiten Saisonstart abwechseln.
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