Knüller zum Start ins Wochenende
22.11.2007 | 22:43 Uhr 2007-11-22T22:43:00+0100Drei Bundesligakämpfe bestreitet die Mannschaft des Schachvereins Mülheim Nord von Freitag bis Sonntag bei den Punkterunden in den Räumen des Regionalverbandes Ruhr an der Kronprinzenstraße in Essen. Die Mülheimer treten mit einem starken Aufgebot an.
Nur Dmitry Jakovenko und Konstantin Landa fehlen. Alle anderen Großmeister sind für den SV Nord im Einsatz. Heute steht für die Mülheimer der alljährliche Schach-Knüller, das Duell gegen den Reisepartner und Erzrivalen Sportfreunde Katernberg, auf dem Bundesliga-Programm. Um 16 Uhr beginnt dieses Nachbarschaftsderby, das unter besonderen Vorzeichen steht. Aus dem Duell Katernberg contra Nord sind in den zurückliegenden Jahren stets die Essener als Sieger hevorgegangen. So war es schon bei den Schachkämpfen der beiden Teams in der Zweiten Liga, und in der Ersten Bundesliga hat sich daran nichts geändert. Drei Jahre spielt der SV Nord jetzt in der höchsten Schachklasse und in dieser Zeit hat er sich den Sportfreunden Katernberg dreimal geschlagen geben müssen. Diesmal wollen die Mülheimer den Spieß umdrehen. Sie haben ihren Fans versprochen, den Essener Rivalen insämtlichen Partien auf den Brettern eins bis acht einen heißen Tanz zu liefern. An Position eins spielt sowohl heute im Duell gegen Katernberg als auch am Samstag (14 Uhr) und Sonntag (10 Uhr) in den Mannschaftskämpfen gegen den SK Zehlendorf und den SC Kreuzberg Daniel Fridman, der auch zum Führungstrio des Nord-Teams gehört. In diesem Trio ist Fridman für die Mannschaftsaufstellung verantwortlich. Die taktische Vorbereitung für die Ligarunden ist Konstantin Landas Aufgabe. Daniel Hausrath kümmert sich um die Organisation. Diesmal musste Landa den taktischen Countdown allerdings seinen Teamkollgen überlassen. Denn er hat schon die weite Reise nach Khanty-Mansiysk in Sibirien angetreten. Dort wird vom 21. November bis zum 18. Dezember das Schach-Weltpokal-Turnier ausgetragen. Die 128 besten Spieler der Welt haben sich dafür qualifiziert. Zu diesem auserlesenen Kreis zählen Konstantin Landa und der neue Nord-Star Dmitry Jakovenko, Zehnter in der Schach-Weltrangliste. Beide Spieler stehen dem Mülheimer Team für die Bundesligarunden am Wochenende in Essen folglich nicht zur Verfügung. Hinter Daniel Fridmann am ersten Brett bietet der SV Nord im „Nachbarschaftsderby” gegen SF Katernberg das französiche Schachtalent Maxime Vachier-Lagrave (17), Pavel Tregubov, Vladimir Potkin, Vitali Golod, Alexander Berelovich, Vadim Malakhatko und Mihail Saltaev auf . Saltaev erhielt den Vorzug gegenüber Felix Levin, der erst noch seine kleine Formkrise überwinden muss. Nord-Vorsitzender Heinz Schmitz betrachtet den heutigen Gegner Katernberg, der in fast optimaler Besetzung antreten kann, als schwierig und unbequem, obwohl die Essener bei der ersten Doppelrunde am 20. und 21. Oktober keinen Punkt geholt haben und zurzeit auf dem letzten Tabellplatz stehen. Im Samstagsduell gegen den SK Zehlendorf erwartet der Nord-Chef einen klaren Sieg. Der Kampf gegen den SC Kreuzberg am Sonntag könnte seiner Meinung nach dann eine schwere Aufgabe werden wenn die Berliner „oben” mit ihrem besten Aufgebot, also mit Levon Aronian und Gabriel Sargissian an Brett eins und zwei antreten sollten. „Die Mannschaft ist optmistisch und hat sich fünf Punkte zum Ziel gesetzt”, sagte Schmitz vor dem Start in das Mammut-Wochenende mit drei Ligakämpfen.
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