KHTC feiert nach einem 2:6-Rückstand noch den Sieg

Kahlenberger HTC -
Düsseldorfer SC 7:6 (2:6)

Tore: 0:1 Schmitz (6., 7m), 1:1 Prost (10.), 1:2 P. Meisen (10.), 1:3 Stümpel (17.), 1:4 Wolfertz (18.), 1:5 P. Meisen (21.), 2:5 Eigentor (24.9, 2:6 Schmitz (28., KE), 3:6 Pegel (31., KE), 4:6 Vom Kolke (36.), 5:6 Hüsgen (47.), 6:6 Hüsgen (48.), 7:6 Vom Kolke (60.)

KHTC: Kuhles; Binias, Fritschi, Hinsken, Hüsgen, Kleine-Klopries, Lorenz, Pegel, Prost, Scheurer, Voigt, Vom Kolke

Einen langen Atem und eine großartige Moral bewiesen am Samstagabend die Hockeyspieler des Kahlenberger HTC. Sie lagen in der Partie gegen den Düsseldorfer SC zur Pause nach eklatanten Abwehrfehlern mit 2:6 in Rückstand. Dann sahen 250 Zuschauer in der Harbecke-Sporthalle eine furiose zweite Hälfte der Gastgeber und einen nicht mehr für möglich gehaltenen 7:6-Erfolg.

Die KHTC-Fans rieben sich in der ersten Halbzeit mehrmals verwundert die Augen. Die Düsseldorfer hatten es angesichts einiger haarsträubender Abwehrfehler und schwachem Stellungsspiel leicht und führten trotz der höheren Spielanteile der Kahlenberger verdient mit 6:2 zur Pause. „Wir hatten uns einen Matchplan ausgedacht. In der Kabine sind wir die einzelnen Punkte durchgegangen und wir konnten feststellen, dass wir nichts davon umgesetzt hatten“, so Tim Leusmann.

Der KHTC-Trainer hatte offenbar die richtigen Worte gewählt. Wie verwandelt kam sein Team aus der Pause. Bereits nach 56 Sekunden verkürzte Thorben Pegel den Rückstand per verwandelter Strafecke auf 3:6. Wenig später erzielte Victor vom Kolke den Treffer zum 4:6 (36.). Nun waren die Gastgeber am Drücker. Einerseits spielten sie in der Offensive effektiver und in der Abwehr ließen sie überhaupt nichts mehr zu.

Philip Hüsgen, der nach einer Knieverletzung sein Saisondebüt gab, führte die Wende herbei. Zunächst erzielte der Kapitän die Tore zum 5:6 (47.) und 6:6 (48.). Danach vergaben Tobias Prost (55.) und Victor vom Kolke (59.) beste Möglichkeiten, den Siegtreffer zu erzielen. Die Uhr lief gnadenlos herunter. Dann spielte Hüsgen den Ball in den Lauf von Victor vom Kolke. Der KHTC-Stürmer verschaffte sich auf der linken Seite eine gute Schussposition und erzielte 15 Sekunden vor dem Ende den lautstark gefeierten Treffer zum 7:6-Endstand.

„Ein Remis wäre verdient gewesen. Unserer Meinung nach hätten die Schiedsrichter zwei Kahlenberger Tore nicht geben dürfen“, sagte DSC-Trainer Philipp Heymanns. KHTC-Coach Tim Leusmann meinte: „So macht es Spaß. Das Team gibt sich niemals auf. Philip Hüsgen hat gezeigt, wie spielentscheidend er sein kann.“ Und der Siegtorschütze Vom Kolke meinte, dass so ein spätes Erfolgserlebnis „einfach geil“ sei.