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Kein Wort vom Aufstieg

20.07.2012 | 16:11 Uhr
Kein Wort vom Aufstieg
Den Erfolgskurs konsequent fortsetzen; Das Aufgebot des Fußball-Bezirksligisten Rot-Weiß Mülheim. Foto Julia Althoff

Von einem ehemaligen Abstiegskandidaten hat sich der SV Rot-Weiß Mülheim in rasantem Tempo zu einem Team entwickelt, das in der Bezirksliga ganz oben mitspielen kann. Nach Platz zwei in der Vorsaison wollen die Rot-Weißen diesen Kurs weiter fortsetzen.

„Wir wollen doch jetzt nicht tiefstapeln, oder?“, ruft Stürmer Dennis Paede scherzhaft herüber. Doch Co-Trainer Christian Bär sieht die Sache realistisch. „Wir reden hier nicht vom Aufstieg. Unser Ziel ist es, die Leistung aus der letzten Saison zu bestätigen und vielleicht noch etwas konstanter auf hohem Niveau zu spielen. Außerdem möchten wir attraktiven Fußball bieten“, sagt Bär, der das Rot-Weiß-Team weiterhin zusammen mit Hatem Guerbouj und Detlev Wülfing coacht. Seine beiden Kompagnons fehlen allerdings auf dem offiziellen Mannschaftsfoto. Wülfing weilt im Urlaub, Guerbouj liegt krank im Bett.

Um die starke Leistung aus dem Vorjahr bestätigen zu können, haben die Eppinghofer ihre Mannschaft bis auf zwei Ausnahmen komplett zusammengehalten. Marcel Spitzer verließ als einziger den Verein. Er wird ab sofort die linke Seite der Sportfreunde Königshardt beackern. Sergio de Sousa tritt in Zukunft kürzer und wird nur noch in der zweiten Mannschaft spielen.

Auf der Seite der Neuzugänge haben die Rot-Weißen sieben Namen notiert, obwohl nur zwei Akteure so wirklich neu sind an der Bruchstraße. Domenico de Marco (SV Burgaltendorf) und Michele Mastrolonardo (TuRa 88 Duisburg) sind beides gestandene Bezirksligaspieler, die den Rot-Weißen auf jeden Fall weiterhelfen werden. „Michele ist ein Spieler, der das Spiel von hinten heraus sehr gut aufbauen kann“, sagt Christian Bär über Mastrolonardo, der im Mittelfeld flexibel einsetzbar ist.

Bastian Masen ist ein bekanntes Gesicht an der Bruchstraße. Bevor er in der letzten Saison ein Jahr lang in Ratingen spielte, war er mehrere Jahre lang bereits für die Rot-Weißen aktiv. Das Jahr bei der Germania scheint „Mütze“ aber gut getan zu haben. „Er ist ein völlig anderer Spieler geworden. Er geht nun ganz anders in die Zweikämpfe“, freut sich Trainer Hatem Guerbouj im Telefongespräch mit der Sportredaktion.

Des Weiteren haben die Mülheimer vier Spieler aus ihrem eigenen Nachwuchs in die erste Mannschaft aufgenommen. Younes Metlej komplettiert neben Dennis Porscha und Daniele Autieri das Torwarttrio der Rot-Weißen. Außerdem sind Harun Cömez, Justin Ries und Philipp Kossak in den Bezirksligakader aufgerückt. Zuletzt hatte Jonas Kathmann den Sprung aus der eigenen Jugend in die erste Mannschaft geschafft.

Auf ihren Nachwuchs legen die Rot-Weißen ohnehin schon seit Jahren großen Wert. Etliche Spieler aus dem Aufgebot sind Eigengewächse. Damit auch in Zukunft die Junioren den Sprung in die Bezirksliga schaffen können, werden ab sofort die erste und zweite Mannschaft sowie die A-Jugend mit dem selben System spielen. Die Junioren sollen sich dadurch schon einmal an die Spielzüge gewöhnen. Auch für die Reserve ist diese Umstellung zwingend erforderlich, da aus dem großen Kader der Rot-Weißen wohl der ein oder andere Spieler auch in der Kreisliga B aushelfen wird. Die zweite Mannschaft wird ab dieser Saison vom ehemaligen Rot-Weiß-Spieler Oliver Wronsky trainiert.

Marcel Dronia

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