Katharinas Doppelschlag

In einem teilweise engen Spiel setzten sich die deutschen Damen am Donnerstagvormittag mit 6:3 (3:1) gegen die Ukraine durch. Dank australischer Schützenhilfe (3:1-Sieg gegen Kanada) war das DHB-Team nach drei Spielen bereits für das Viertelfinale qualifiziert. Am Abend folgte in der Arena im bislang besten WM-Spiel der famose 10:1-Erfolg gegen Österreich. Am Freitag, 11.30 Uhr, kommt es in Leipzig gegen Australien zum Finale um den Gruppensieg.

Coach Jamilon Mülders war im ersten Spiel besonders mit der Reserve zufrieden: „Mir hat vor allem der zweite Block gefallen. Die haben das sehr gut gemacht, Katharina Windfeder hat zum Beispiel ja auch zwei Tore geschossen.“

Das deutsche Team brauchte einige Zeit, um ins Spiel zu finden. Eine Standardsituation brachte die Führung. Gleich die erste Strafecke verwandelte die WM-Debütantin Katharina Windfeder vom HTC Uhlenhorst in ihrem zweiten Länderspiel in der 8. Spielminute mit einem satten Schuss unter die Latte. Auch danach blieb die Eckenquote perfekt: Die 21-jährige Mülheimerin schlenzte den Ball in der 20. Minute in den linken Winkel zum 3:1-Halbzeitstand – das dritte Tor nach der dritten Strafecke.Yuliia Shevchenko machte es dann drei Minuten vor Spielende mit dem Tor zum 3:4 noch einmal spannend. 60 Sekunden später legte Celine Wilde (UHC Hamburg) für Lydia Haase (Mannheimer HC) auf, die den Ball im Tor unterbrachte. 15 Sekunden vor Schluss zog Luisa Steindor (Düsseldorfer HC) noch einmal vom Schusskreisrand ab und machte alles klar.

WM-Debütantin Katharina Windfeder genießt die WM in vollen Zügen: „Das ist alles neu für mich, einfach fantastisch, zumal wir ja auch sehr erfolgreich sind. Die Schulklassen sorgen für eine unglaubliche Stimmung. Als uns die Kinder um Autogramme baten, musste ich schon ein bisschen schmunzeln. Bei zwei Spielen am Tag ist die Regeneration wichtig. Man muss sich hinlegen, um am Abend wieder in Tritt zu kommen.“