Karol Grunenberg ist nicht zu stoppen

Ein kurzer Blick auf die Uhr und dann nimmt Karol Grunenberg (im Vordergrund) richtig Fahrt auf. Folgen konnte dem Duisburger letztlich keiner.
Ein kurzer Blick auf die Uhr und dann nimmt Karol Grunenberg (im Vordergrund) richtig Fahrt auf. Folgen konnte dem Duisburger letztlich keiner.
Foto: Herbert Höltgen
Was wir bereits wissen
Duisburger gewinnt den Tengelmann-Lauf vor dem starken Neu-Styrumer Biemnet Kfle Mzsagi aus Eritrea. Carina Fierek aus Alpen ist die schnellste Frau.

Beim Jubiläum des Tengelmann-Laufs, einer der beiden größten Laufveranstaltungen in Mülheim, landete ein ganz bekanntes Gesicht aus der Laufsportszene der Region ganz vorne. Karol Grunenberg heißt der Sieger des Hauptlaufs. 32:12 Minuten benötigte der Duisburger für die zehn Kilometer. Beste Läuferin war Carina Fierek aus Alpen in 39:27 Minuten.

Ein kurzer Blick in die erste Startreihe genügte und schon waren die Favoriten auf den Sieg ausgemacht. „Ich tippe auf Karol Grunenberg“, legte sich Moderator Burkhard Swara schon vor dem Startschuss durch Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld sofort fest. Doch er hatte offenbar den ihm unbekannten Biemnet Kfle Mzsagi unterschätzt. Der 23-Jährige stammt aus Eritrea, lebt aber seit diesem Jahr in Mülheim und startet seit gut zwei Monaten für den Styrumer Turnverein. In dieser Zeit ist er bereits unter anderem Stadtmeister über 800 Meter geworden. „Er war schneller, als ich gedacht hatte“, musste auch der spätere Sieger Karol Grunenberg gestehen. Bis Kilometer sechs konnte der junge Afrikaner das hohe Tempo des Duisburgers mitgehen, dann zog Grunenberg etwas davon. Nach siebeneinhalb Kilometern lag der Duisburger etwa 200 Meter vor seinem Widersacher. Dessen Begleiter setzte aber auf den Schlussspurt von Kfle Mzsagi. „Der gewinnt noch.“

Doch auf der durchaus anspruchsvollen Strecke konnte der Afrikaner den Duisburger auch auf den letzten zweieinhalb Kilometern nicht mehr einhalten, so dass Burkhard Swara mit seiner schnellen Prognose Recht behalten hatte. Für den Zweitplatzierten wurden 32:42 Minuten gestoppt. Hinter dem Flüchtling aus Eritrea landete Lars Flemming vom TuSEM Essen in 35:45 Minuten auf dem dritten Platz.

„Es war aber echt anstrengend“, sagte Karol Grunberg direkt nach dem Zieleinlauf. „Es geht ja schon ordentlich hoch und runter. Trotzdem ist es wirklich ein schöner Lauf.“ Als Duisburger sind dem 28-Jährigen die Strecken in Speldorf nicht gänzlich unbekannt. „Das sind ja schon beinahe Trainingsstrecken von uns.“

Doppelsieg der Trainingsgruppe

Zur Trainingsgruppe von Karol Grunenberg gehört auch Carina Fierek, die nach 39:27 Minuten als schnellste Frau des Feldes die Ziellinie überquerte – und das bei ihrer Premiere beim Tengelmann-Lauf. „Da haben wir ja sozusagen einen Doppelsieg gefeiert“, sagte die 31-Jährige. Die junge Dame aus Alpen im Kreis Wesel ist eigentlich auf noch längeren Strecken unterwegs. Ende April beendete sie den Marathon in Hamburg in einer persönlichen Bestzeit von 3:06,13 Stunden. Zudem lief sie vor einer Woche in Duisburg den Halbmarathon.

Lauf vom Coach empfohlen

„Deswegen war es für mich mehr ein Trainingslauf und die Zeit spielt nicht so eine große Rolle“, erklärt die Athletin des TuS Xanten. „Mein Trainer Karsten Kruck hat mir diesen Lauf hier empfohlen. Es war auch sehr angenehm zu laufen. Zum Glück war es nicht ganz so warm wie noch am Freitag. Ich hatte immer ein bis zwei Leute um mich herum, mit denen ich zusammen laufen konnte.“ Claudia Mordas aus Essen und Stefanie Loeb aus Duisburg komplettierten das Treppchen bei den Damen.