Inklusion im Schnee

Wie viele andere Klubs führt auch der Verein für Bewegungsförderung und Gesundheitssport seit nunmehr 27 Jahren eine jährliche Skireise durch. Das Besondere: Der VBGS fährt größtenteils mit Behinderten nach Unterjoch.

„Es handelt sich auch um keine Freizeit, sondern einen Lehrgang“, erklärt Initiator Alfred Beyer. Er hat vor vielen Jahren selbst in Unterjoch das Skifahren gelernt. Und das obwohl er durch Krebs sein linkes Bein verloren hat. „Die Bewegung im Schnee ist das eine. Aber Skifahren ist zudem noch unglaublich gesellig. Wer einmal Blut geleckt hat, kommt nicht mehr davon los“, erklärt Beyer. Daher rief er vor 27 Jahren den bis heute bundesweit einzigen inklusiven Skilehrgang ins Leben. Der Lehrgang hat sich in ganz Deutschland herumgesprochen. Ende Januar ging es wieder mit einem 15-köpfigen Team nach Bayern. Unterstützt wurde der VBGS von der Stiftung Sicherheit im Skisport, die den Teilnehmern unter anderem beim Anziehen der Ausrüstung behilflich war. „Wir waren morgens zwei Stunden auf der Piste und nach dem Mittagessen noch einmal zwei Stunden“, berichtet Beyer. Danach ging es zum Schwimmen und in die Sauna. „Abends waren alle ganz schön kaputt.“

Am Abschlusstag wurde mit allen Teilnehmern ein offizielles Abfahrtsrennen durchgeführt. Die Siegerehrung fand im Schützenkeller von Unterjoch statt. Zur Dorfjugend hat der Verein mittlerweile einen sehr guten Draht. „Die Trachtengruppe hat richtig für Stimmung gesorgt“, freut sich Alfred Beyer. Auch 2016 geht es Ende Januar wieder gen Unterjoch.