Im Zweikampf angekommen

Die einen punkteten in Hessen (der 1. BV Mülheim gewann am Dienstagabend beim SV Fun-Ball Dortelweil mit 4:2), die anderen griffen beherzt in NRW zu (der 1. BC Bischmisheim setzte mit dem 5:1-Erfolg beim amtierenden deutschen Meister SC Union Lüdinghausen ein dickes Ausrufezeichen). Derweil ließ der TV Refrath beim 1. BC Beuel Federn. Alles mit der Konsequenz, dass Mülheimer und Saarbrücker mit jeweils fünf Punkten Vorsprung die Liga bestimmen und endgültig im Zweikampf und im Kopf-an-Kopf-Rennen angekommen sind. Süße Träume sind hüben wie drüben ausdrücklich erlaubt: der Tabellen-Erste hat am Sonntag, 3. Mai, im Play-off-Finale Heimrecht.

Die letzte Konzentration fehlt

Dass sich der Vizemeister von der Ruhr am Dienstag in Bad Vilbel nicht mit Glanz umgab, konnten die Gäste angesichts der mit zwei Punkten belohnten Pflichterfüllung durchaus verschmerzen. Und es hatte auch irgendwie mit Psychologie zu tun. „Am Sonntag gegen den 1. BC Beuel haben wir ohne unsere Engländer Fontaine Mica Chapman und Marcus Ellis eine ganz, ganz starke Mannschaftsleistung gezeigt. Dann fährst du zwei Tage später zum SV Dortelweil und gehst unweigerlich davon aus, dass du leichtes Spiel hast. Der Mannschaft haben zehn Prozent Konzentration gefehlt. So haben wir es uns unnötig schwer gemacht“, so die Einschätzung von Mannschaftsführerin Judith Meulendijks.

Dass das Gesamtergebnis nicht eine deutlichere Sprache sprach, lag an der personellen Situation. Zum sechsten Mal in Folge trat der 1. BVM nicht in Bestbesetzung an. „Das ist ja völlig neu für uns, aber wir haben das in den vergangenen Wochen gut gelöst“, sagte die 36-jährige Niederländerin. Marcus Ellis musste in der englischen Heimat Verpflichtungen nachkommen, mit der Konsequenz, dass der Niederländer Jorrit de Ruiter und der Ukrainer Dmytro Zavadsky wieder das Doppel bilden mussten. Nach den zwei schweren Matches gegen Beuel musste de Ruiter nach der Virusinfektion über drei Sätze gehen und verzichtete dann als vorgesehener Ellis-Vertreter das Mixed an der Seite von Johanna Goliszewski. „Wir hatten schon vorher beschlossen, dass wir nicht antreten werden, wenn wir auf der sicheren Seite sind. Wir waren uns einig, kein Risiko einzugehen. Jetzt müssen wir den Kopf freibekommen für die nächsten Spieltage.“

Die lassen ein wenig auf sich warten, häufen sich dann aber in aller Kürze und Kompaktheit. Am Dienstag, 20. Januar, 19 Uhr, kommt es zum Wiedersehen mit dem letztjährigen Endspielgegner Lüdinghausen, der vom Weg abgekommen ist und sich mit zehn Minuspunkten nur noch am dritten Tabellenplatz orientieren kann.

Am Samstag, 24. Januar, geht es weiter in Richtung Eifel. In der Turnhalle der Nelly-Pütz-Schule wartet der aktuelle Tabellensiebte 1. BC Düren. Das Ende der Trilogie gilt als wegweisendes Gipfeltreffen der Branchenführer. Im direkten Zweikampf treffen am Sonntag, 25. Januar, im Leistungszentrum an der Südstraße der 1. BVM und die Gäste aus dem Saarland aufeinander.

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