Im Talentnest herrscht Riesenfreude

Wieder im Rampenlicht des Badmintonsports in Mülheim steht in diesen Tagen der TSV Heimaterde mit seinem Konzept für Nachwuchsleistungssport. Erneut wurde der Verein für seine Kinder- und Jugendarbeit mit der Auszeichnung des Deutschen Badminton Verbandes als „DBV-Talentnest“ bedacht und nahm die entsprechende Urkunde stolz in Empfang. Für weitere vier Jahre darf der Verein nun diesen Titel offiziell verwenden und nach außen tragen.

Den Grundstein für diesen Erfolg legte Benjamin Kölsch, der im Rahmen seiner Ausbildung zum DBV-Talentscout das Projekt „Heimaterde auf der Überholspur“ entwickelte und seit 2009 vorantreibt.

Zu dem System gehört beispielsweise die gerade wieder erfolgreich abgeschlossene Sichtung in einigen Grundschulen und auch das Engagement von Trainern in Bewegungsstunden in verschiedenen Kindergärten, um bereits frühzeitig und ganz spielerisch die Grundlagen für ein erfolgreiches Spiel mit Schläger und Ball zu schaffen.

Kinder, die den Weg in das Talentnest einschlagen und sich dem Verein anschließen, finden hier hervorragende Bedingungen der weiteren Förderung vor. Benjamin Kölsch erklärt hierzu: „Zunächst einmal geht es darum, die Kleinsten für das Spiel mit dem Ball zu begeistern. Dann schauen wir individuell und gemeinsam mit den Eltern, wie es weitergehen könnte“.

Insgesamt steht dem Nachwuchs ein Team von zwölf Trainern an sieben Tagen der Woche zur Verfügung, auch für wichtiges Einzeltraining. „Mit diesem Trainerpool ist es uns natürlich möglich, in kleinen und homogenen Gruppen zu trainieren“, erklärt Kölsch.

War es 2009 noch eine kleine Anzahl von Kindern in der Badminton-Abteilung des TSV, blicken die Verantwortlichen nun auf die stolze Zahl von mehr als 90 Kindern und Jugendlichen, die regelmäßig trainieren und in den zahlreichen Kinder- und Jugendmannschaften spielen.

Auch die Erfolge werden zahlreicher. Allen voran der frisch gebackene Westdeutsche Meister Dean Heppner, der sich den Titel in der U11 sicherte und zur Sichtung für das Talentteam Deutschland in der U13 eingeladen wurde. „Hier spielt die enge Anbindung und die gute Zusammenarbeit mit dem Stützpunkt Mülheim eine große Rolle“, so Kölsch.

„Die in Mülheim mögliche Vernetzung mit dem Stützpunkt, dem DBV, dem MSB und auch der Luisenschule mit dem Angebot einer Badminton-Klasse pro Jahrgang bietet schon eine tolle Grundlage“, zeigt sich Benjamin Kölsch erfreut. „Wir hoffen sehr, dass im Zusammenhang mit der Ernennung der Luisenschule zur ‚Sportschule NRW‘ die neue Halle gebaut werden wird. Die Hallenkapazitäten sind schon jetzt ausgeschöpft und die Hallenzeiten könnten bei der ständig wachsenden Kinderzahl knapp werden.“

Abteilungsleiter Christian Schröder ergänzt: „Wir bieten zurzeit fast 100 Kindern die Möglichkeit, sich täglich sportlich zu betätigen. Damit leisten wir gemeinsam mit vielen anderen Vereinen einen großen Beitrag zur Gesunderhaltung der Kinder. Der noch nicht abschließend geklärte Unterhalt einer neuen Halle könnte langfristig weit billiger sein, als die medizinische Behandlung der Langzeitschäden durch zunehmenden und immer wieder beklagten Bewegungsmangel der Kinder. Ohne eine weitere Dreifachhalle haben Projekte wie unseres langfristig in Mülheim keine Chance.“