HTCU lässt sämtliche Chancen liegen

HTC Uhlenhorst -
UHC Hamburg 0:3 (0:1)

Tore: 0:1 (23., KE) Perdoni, 0:2 (47.) Nevado, 0:3 (62.) Witte
HTCU: Küppers, Weißner - Weinke, Windfeder, T. Brinkmann, Fürk, Keusgen, Schmitz, Matania, Stralkowski, Herzbruch, Terber, Fleckhaus, Nitschke, Bosserhoff, Godau, Schiffer
UHC: Jacobi, Simon - Nevado, Kapaun, Witte, Rabente, Alt, Mieling, Korn, Perdoni, Fürste, Neumann, Fuchs, Swiatek, Schmid, Bruns
Ecken: 2 (0 Tore)/3 (1 Tor)
Zuschauer: 400
Schiedsrichter: Brieschke (Steglitzer TK)/Pleißner (Potsdamer Sport-Union)

Beim HTC Uhlenhorst werden die Gesichter immer leerer. Nach der zweiten Heimniederlage und der nächsten verpassten Chance in einem Sechs-Punkte-Spiel gegen den vor Effektivität strotzenden UHC Hamburg herrschten bei den Uhlen, die letztendlich über ihre unterirdische Chancenverwertung gestolpert waren, Ratlosigkeit und Niedergeschlagenheit. Fünf Spieltage vor dem Ende der Bundesligarunde zeichnet sich mit Blick auf die Endrunde ein Dreikampf zwischen dem HTCU (30 Punkte), Crefelder HTC (30) und Berliner HC (29) um den vierten Platz ab.

„Gefühlt hatten wir Chancen für drei Spiele. Das war eine deutlich bessere Leistung als gegen den Berliner HC, wir sind auf dem richtigen Weg. Hätten wir das 1:1 gemacht, hätten wir eine gute Siegchance gehabt,“ lautete die Einschätzung von Thilo Stralkowski. Der Kapitän weiter: „Nichts ist verloren, die Endrunde bleibt im Blick. Bei Alster müssen wir bestehen, dann können wir durchschnaufen.“

Die Hanseaten waren es, die im Spitzenspiel schneller Struktur in ihr Spiel bekamen, doch nach zehn Minuten war der HTCU auf Betriebstemperatur. Als Abwehrspieler Ole Keusgen zum Solo ansetzte und drei Gegenspieler umkurvte, war Nationaltorhüter Nicolas Jacobi beim Flachschuss zur Stelle. Ein Lupfer wäre in dieser Szene gewinnbringend gewesen. Bis zur nächsten Chance sollten keine 60 Sekunden vergehen: Benedikt Fürk schoss den Ball am langen Pfosten vorbei. Das waren erste Versäumnisse, die sich rächen sollten. Bei der zweiten Strafecke griffen die Uhlenhorster aus dem Norden nach einem sehenswerten Ableger von Kapitän Moritz Fürste in Person von Alexander Perdoni clever zu. Der Treffer zeigte bei den Gastgebern Wirkung. Minutenlang hielt sich der UHC in der Mülheimer Hälfte auf. Am Ende der ersten Halbzeit zeigte sich Uhlen-Keeper Lennart Küppers bei den Schüssen von Oliver Korn und Jan Philipp Rabente hellwach.

Im zweiten Teil der Veranstaltung war der HTCU Herr im eigenen Waldstadion, agierte mit großem Einsatz und unerschütterlicher Moral, schlitterte aber in die nächste Heimpleite, weil sämtliche Chancen liegen blieben und die Gäste noch zweimal eiskalt zuschlugen. Die Zuschauer litten mit ihrem Team, das sich eine Möglichkeit nach der anderen herausspielte, doch wie schon jüngst gegen den Berliner HC fehlten im Schusskreis die letzte Konsequenz und die unbedingte Entschlossenheit. Lukas Windfeder scheiterte nach feinem Zuspiel von Kapitän Thilo Stralkowski an Jacobi (42.). Tobias Matania kam zwei Meter vor dem UHC-Gehäuse nicht richtig an den Ball (44.). Zwei weitere Hochkaräter boten sich Angreifer Johannes Schmitz (45./47.), abermals stand Jacobi im Weg. Die böse Bestrafung folgte auf dem Fuß. Die HTCU-Abwehr ließ Ricardo Nevado gewähren, die Kugel flog zum 0:2 ins Tor.

Auch dieser Nackenschlag raubte den Uhlen nicht den Mut. Sie machten weiter, sie stemmten sich beharrlich gegen das drohende Unheil. Die Belohnung blieb aus. Die Ecken von Stralkowski und Windfeder verpufften, der Schuss von Jan Fleckhaus zischte am Tor vorbei. Philip Witte antwortete mit einer Einzelaktion und dem 3:0 für den UHC. Welch ein bitterer Tag für einen HTCU ohne Fortune.