HTCU bleibt Sieg verwehrt

Club an der Alster Hamburg -
HTC Uhlenhorst 1:1 (1:1)

Tore: 1:0 (5., KE) Danny Nguyen Luong, 1:1 (15.) Jan Nitschke
HTCU: Küppers, Glees - Fürk, Keusgen, Windfeder, Weinke, T. Brinkmann, Terber, Nitschke, Matania, Stralkowski, Godau, Bosserhoff, Fleckhaus, Schiffer, Herzbruch, Rohrbach
Ecken: 3 (1 Tor)/8 (0 Tore)
Zuschauer: 300
Schiedsrichter: Göntgen/Sohns

Nach der Niederlagenserie hat Feldhockey-Bundesligist HTC Uhlenhorst vor der fünfwöchigen Spielpause ein Lebenszeichen gesendet. Beim in der Rückrunde in Fahrt gekommenen Club an der Alster Hamburg verdienten sich die Mülheimer am Samstag redlich den Punktgewinn. Mit Blick auf die zahlreichen Strafecken, die die Gäste in der Hansestand liegen gelassen haben, bleibt derweil ein fader Beigeschmack. „Es ist ärgerlich, dass wir hier nur mit einem Punkt wegfahren“, sagte Cheftrainerin Tina Bachmann. Die Torflaute setzte sich am Samstag unerbittlich fort. In den vergangenen vier Matches stehen gerade einmal drei Treffer zu Buche. Die Trainerin gibt sich kämpferisch: „Wir werden in der Pause Energie sammeln und dann volle Kanne angreifen!“ Natürlich, zwar gilt nun nur noch der fünfte Platz, doch in Sachen Final Four am 4. und 5. Juli ist noch nichts verloren. Da wird es zum packenden Dreikampf zwischen dem Berliner HC (32 Punkte), dem HTCU (31) und dem Crefelder HTC (31) kommen.

Nach einer torarmen Partie sah es in der Anfangsphase überhaupt nicht aus. Bereits bei der ersten Ecke griff Danny Nguyen in der 5. Minute gewinnbringend zu. Die Uhlenhorster schüttelten sich nach dem frühen Rückschlag, griffen früh an, zwangen Alster zu Fehlern und gaben ihre Antwort in Person von Jan Nitschke. Nach einem neuerlichen Ballverlust kam der Mittelfeldspieler frei zum Schuss und ließ sich diese Chance nicht nehmen. Weitere Treffer blieben in der ausgeglichenen Partie aus, weil hüben wie drüben die letzte Effizienz fehlte.

In der Schlussphase hätte sich der HTCU doch noch belohnen können, doch beim Eckenfestival stieg der ehemalige Mülheimer Keeper Felix Reuß mit famosen Paraden zum Retter des Club an der Alster auf. Coach Joachim Mahn wusste genau, vor wem er sich verbeugen musste: „Ohne Felix verlieren wir das hier heute. Seit er vom Bundestrainer nicht mehr nominiert wird, spielt er grandios, hält sich hier aus Hemd und Hose. Aber wir hatten so gute und klare Chancen aus dem Feld heraus, dass das Unentschieden insgesamt absolut gerecht ist.“

Tina Bachmann hatte diesbezüglich eine andere Meinung: „Wir hätten den Sieg verdient gehabt, wir haben die Partie über weite Strecken kontrolliert und haben uns Chancen erarbeitet. Die Jungs haben nach den Misserfolgen den Kopf nicht hängen lassen und sich im spielerischen Bereich gesteigert. Schade, dass es nur ein Punkt ist.“

Nach einer gut einwöchigen Pause bittet Tina Bachmann ihre Auswahl am 26. Mai wieder zum Training. „Wir werden alles sacken lassen, dann weiter an den Dingen arbeiten, die noch nicht funktionieren und die letzten Spiele mit vollem Engagement angehen. Vom Gejagten sind wir nun zum Jäger geworden.“