HTCU besteht die erste Probe

HTC Uhlenhorst -
East Grinstead HC 11:5 (4:1)

Tore: 1:0 (5.) Herzbruch, 2:0 (11.) Nitschke, 3:0 (18., Siebenmeter) Stralkowski, 3:1 (19.) Kirkham, 4:1 (20.) Keusgen, 4:2 (21.) Griffiths, 5:2 (22.) Keusgen, 6:2 (26.) Herzbruch, 7:2 (27.) Fleckhaus, 7:3 (30.) Faulkner, 8:3 (33.) Matania, 9:3 (33.) Fürk, 10:3 (35., KE) Stralkowski, 10:4 (36.) Piper, 11:4 (36., KE) Stralkowski, 11:5 (38.) Griffiths
HTCU: Küppers, B. Brinkmann - Weinke, Windfeder, Fürk, Keusgen, Matania, Nitschke, Fleckhaus, Stralkowski, Herzbruch, T. Brinkmann
Gelbe Karte: Griffiths (East Grinstead)
Zuschauer: 500

Mülheim brauchte nicht lange, um Europa den Teppich auszurollen. Beim MWB-Europacup herrschte in der RWE-Sporthalle vom Anpfiff weg eine prickelnde Atmosphäre, für die vorrangig die in voller Stärke anmarschierte Hölterschule verantwortlich zeichnete. Die Schülerinnen und Schüler standen leidenschaftlich hinter ihrer Lehrerin Tina Bachmann und den Uhlen. Gastgeber HTCU nahm den Steilpass seiner jüngsten Fans gerne auf und löste die erste Aufgabe im Pool A gegen den englischen Meister East Grinstead HC mit zunehmender Match-Dauer mit stetig wachsender Spielfreude.

Nach dem nie einfachen ersten Spiel (das gilt speziell für den Gastgeber) war den Uhlenhorstern eine kleine Last von den Schultern gefallen. „Das war ein ordentlicher Auftakt von uns. Mit der Umstellung auf Hockey5 haben wir ja Neuland betreten und das schon insgesamt gut gelöst“, sagte Thilo Stralkowski. Der Kapitän weiter: „Fünf Gegentore sind natürlich zu viel. So wie einige gefallen sind, war das unnötig.“

Bis zum ersten Treffer des langen Hockey-Wochenendes unter dem Hallendach dauerte es fünf Minuten. Der 17-jährige Timm Herzbruch, bei dem wenige Tage nach der Hallen-Weltmeisterschaft in Leipzig auch nicht die Spur von Müdigkeit erkennbar war (was auch auf die WM-Reisenden Thilo Stralkowski und Ferdinand Weinke zutrifft) machte es mit Technik und Auge.

Der Bann war gegen den Meister von der Insel gebrochen und die Uhlen ließen sich im eigenen Revier fortan nicht aufhalten. Der Siebenmetertreffer von Stralkowski zum 3:0 bedeutete schon eine kleine Vorentscheidung. Kurz vor der Halbzeitsirene gelang Abwehrspieler Ole Keusgen gar in Unterzahl (grüne Karte für Benedikt Fürk) der Treffer zum 4:1.

Der große und mit aller Begeisterung ausgestattete Besuch von der Hölterschule kam bei der Europapokal-Ouvertüre in der RWE-Sporthalle in Halbzeit zwei so richtig auf seine Kosten. Die Uhlenhorster spielten nun mit offenem Visier und legten den Zuschauern so manches Schmankerl ans Herz. Der Pass von Stralkowski auf Keusgen (Torschütze zum 5:2) und der geniale Doppelpass zwischen Herzbruch und Tobias Matania vor dem sechsten Treffer gehörten unbedingt dazu. Nach gut 30 Minuten nahm Torhüter Lennart Küppers auf der Bank Platz, fortan verrichteten fünf Feldspieler ihren gewinnbringenden Dienst. Und als es gar in den zweistelligen Bereich überging, waren die Schülerinnen und Schüler von der Tilsiter Straße endgültig aus dem Häuschen.

„Das war das erwartete Auftaktspiel. Einige Tore sind nach schönen Kombinationen gefallen, im Spielaufbau haben die Jungs noch einige Fehler gemacht. Wir werden uns steigern, keine Frage. Die Stimmung war sensationell. Das war eine tolle Idee von Tina Bachmann“, freute sich auch Teammanager Horst Stralkowski über einen stimmigen Europacup-Start.