HSV Dümpten stößt Styrum 06 vom Thron

Überragender Spieler in der Dümptener Offensive: Philipp Peich traf zwölfmal im Derby.
Überragender Spieler in der Dümptener Offensive: Philipp Peich traf zwölfmal im Derby.
Foto: Funke Foto Services
Dem Handball-Landesligisten HSV Dümpten gelingt vor fast 300 Zuschauern an der Boverstraße ein verdienter Derbysieg gegen den bisherigen Spitzenreiter DJK Styrum 06. Den Grundstein legen die Hausherren in einer starken ersten Halbzeit.

HSV Dümpten -
DJK Styrum 06 34:30 (17:11)

HSV: Floten, Raths – Peich (12/4), Sondram (5), Hofmeister (4), Kiriakou (4/3), Neikes (3), Von Ritter (3), Bülten (2), Scharfenberg (1), Auf’m Kamp, Hentschel, Grewe

DJK: Schoofs, Lindmüller – Millhorst (10), Burczyk (7/1), Schüngel (4/4), Siemes (3), Bremkes (2), Mnich (1), Tapp (1), Wagemakers (1), Aus der Wiesche (1), Pollak, Schmidt, Wollenberg

Die Tabellenspitze der Handball-Landesligagruppe vier bleibt fest in Mülheimer Hand. Nach der DJK Styrum 06 grüßt nun der HSV Dümpten von ganz oben. Fast 300 Zuschauer verfolgten am Sonntagnachmittag in der Halle an der Boverstraße, wie die Dümptener den Lokalrivalen im Derby vom Thron stießen. Mit 34:30 (17:11) setzte sich der HSV unter dem Strich verdient durch.

Den Grundstein für den Derbysieg legten die Hausherren in der ersten Halbzeit. Torhüter Christian Floten war sofort im Spiel und sicherte seiner Mannschaft eine frühe Führung. Bis zum 7:5 ließen sich die Styrumer noch nicht so recht abschütteln, doch dann fand der bisherige Tabellenzweite auch im Angriff immer besser zu seinem Spiel und zog von 9:6 auf 12:6 davon. „Wir haben nicht nur gut gedeckt, sondern dann auch vorne fast fehlerfrei und mit viel Tempo gespielt“, freute sich HSV-Trainer Jan Kassens. Den Gästen aus Styrum fehlte im Angriff die zündende Idee. Einzig Kreisläufer Robin Millhorst wusste zu jedem Zeitpunkt der Partie zu überzeugen und war mit am Ende zehn Toren bester Styrumer.

Doch die Begegnung sollte noch einmal spannend werden. Der Sechs-Tore-Vorsprung war innerhalb weniger Minuten halbiert. Die Styrumer und ihr Anhang witterten noch einmal Morgenluft. Bis auf 21:19 kam die DJK heran und war 20 Minuten vor dem Ende plötzlich wieder im Geschäft.

Doch in dieser entscheidenden Phase behielt der HSV die Ruhe, nahm teilweise das Tempo heraus, während den Styrumern unnötige Fehler unterliefen. Der HSV legte sich wieder ein Polster von vier Toren zu, doch wieder kam die DJK bis auf 25:23 heran. „Leider haben wir auch da wieder erhebliche technische Fehler gemacht“, ärgerte sich Trainer Carsten Quass. Zudem hatten die Hausherren Glück mit einigen Schiedsrichterentscheidungen. So wurde Styrums Markus Burczyk ein Tempogegenstoß abgepfiffen und im Gegenzug traf der überragende Philipp Peich zum 28:23 für die Dümptener.

Sieben Minuten vor dem Ende lag der HSV weiterhin mit vier Toren vorn. Drei Angriffe lang hatten die Styrumer die Möglichkeit, noch einmal zu verkürzen und sich eine letzte Chance für die Schlussphase zu erarbeiten. Doch dreimal vertendelten sie den Ball, bis schließlich Rückkehrer Konstantin Sondram mit seinem fünften Treffer im fünften Versuch mit dem 32:27 alles klar machte.

Erleichtert sah Dümptens Trainer Jan Kassens zu, wie seine Mannschaft im Kreis tanzend den Derbysieg und die Tabellenführung feierte. „Es war schon noch Luft nach oben“, gestand der Coach. „In der zweiten Halbzeit haben wir nicht mehr so gut gedeckt. Über den Kreis sind mir schon vor der Pause zu viele Tore gefallen. Ansonsten haben wir in der ersten Halbzeit natürlich sehr gut gedeckt und damit die Entscheidung herbei geführt.“

Styrums Trainer Carsten Quass nannte die erste Hälfte ein „kollektives Versagen“. Auch im zweiten Durchgang sah der Coach trotz der zwischenzeitlichen Aufholjagd zu viele Fehler. „Etliche Spieler haben nicht die Leistung gebracht, die ich mir erhofft hatte“, so Quass.

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