HSG Mülheim erreicht das Pokalhalbfinale

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Was wir bereits wissen
Verbandsligist wird seiner Favoritenrolle gerecht und sorgt im Duell gegen Styrum Mitte der zweiten Halbzeit für die Entscheidung.

DJK Styrum 06 -
HSG Mülheim 28:35 (16:18)

DJK: Lindmüller, Kürbis – Bremkes (10), Burczyk (4), Schüngel (4/2), Aus der Wiesche (3), Pollak (2), Millhorst (2), Wollenberg (2), Wagemakers (1), Hilbrecht

HSG: Banning, Pütter – L. Görgens (9), Baar (7), Krogmann (6/1), Jantze (5), T. Görgens (3), Liedtke (3), Bernaisch (1), Soest (1), Engels

Die HSG Mülheim ist ihrer Favoritenrolle im Viertelfinale des Handball-Kreispokals gerecht geworden. Durch einen 35:28 (18:16)-Erfolg über den Landesligisten DJK Styrum 06 ist der Verbandsligist in die Vorschlussrunde eingezogen.

Dass die Partie kein Handball-Leckerbissen war, konnten beide Trainer nicht leugnen. „Das Spiel stand nicht auf dem höchsten Niveau“, sagte Styrums Coach Carsten Quass und HSG-Trainer Daniel Hellenbrandt ergänzte: „Es war eben ein typisches Pokalspiel.“

Beide Trainer konnten nicht aus dem Vollen schöpfen, fehlten doch bei der HSG die beiden Spielmacher Anton Luburic und André Nicklas sowie Rechtsaußen Lars Kullmann und bei Styrum Alexander Schmidt, Marvin Siemes, Marcus Tapp, Jürgen Polzin und Simon Schoofs. Da Kreisläufer Robin Millhorst zudem angeschlagen war, stand Benjamin Hilbrecht als Ersatz im Kader.

Die HSG übernahm sofort die Führung und zog in Halbzeit eins zwischenzeitlich bis auf vier Tore davon. „Ich habe schon mit der ersten Sieben, die ich zur Verfügung hatte, angefangen“, erklärte Hellenbrandt. Die Styrumer konnten den Rückstand aber immer wieder verkürzen, so dass zur Pause nur zwei Tore zwischen den beiden Teams lagen.

Zwischen der 40. und der 45. Minute konnte der Verbandsligist dann aus dem zwischenzeitlichen 22:20 eine komfortable 27:22-Führung machen. Damit war die Vorentscheidung in diesem Pokalspiel gefallen. Bei der HSG bekamen die Spieler, die in der Meisterschaft eher weniger zum Zug kommen, deutlich längere Einsatzzeiten. „Wir haben mit Styrum immer unsere Probleme, deswegen war das schon okay“, zog Daniel Hellenbrandt ein positives Fazit.

Auch Styrums Trainer Carsten Quass wollte mit seinem Team nach dem verlorenen Pokalspiel nicht allzu hart ins Gericht gehen. „Das Ergebnis war doch in Ordnung. Ich habe mich vor allem darüber gefreut, dass Timo Bremkes seine Schwächephase offensichtlich überwunden hat“ sagte Quass. Der lange Rückraumspieler erzielte mit zehn Toren die meisten Treffer am Mittwochabend. „Ihn haben wir nie gut verteidigen können, aber er hat auch wirklich gut geworfen“, lobte auch HSG-Coach Daniel Hellenbrandt.

Einziger Wermutstropfen für den Verbandsligisten war die Verletzung von Torwart Marco Banning, der sich in der Schlussphase an der Leiste verletzte. Über verletzte und angeschlagene Spieler kann Carsten Quass zurzeit ebenfalls ein Lied singen. „Wir haben jetzt ein paar Tage Ruhe und ich hoffe, dass bis zum nächsten Meisterschaftsspiel die Verletzungen wieder auskuriert sein werden“, sagte der Styrumer Coach.