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Interview zur Hockey-DM

Horror-Training vor der Abreise

01.06.2012 | 17:56 Uhr
Horror-Training vor der Abreise
André Henning führte die Hockeymannschaft des HTC Uhlenhorst in die nationale Endrunde. Foto: Udo Milbret

Der HTC Uhlenhorst greift in der Endrunde um die deutsche Feldhockeymeisterschaft nach dem Titel. Am Samstag treffen die Mülheimer um 18.45 Uhr im Zehlendorfer Hockeystadion auf den West-Rivalen Rot-Weiss Köln. Gewinnen die Mülheimer dieses Duell, laufen sie am Sonntag um 14.30 Uhr im Finale auf. Trainiert wird das Team von André Henning.

Herr Henning, am Samstag spielt Ihre Mannschaft erst am späten Nachmittag um 18.45 Uhr. In Berlin angekommen sind Ihr Team und Sie aber bereits am Freitagnachmnittag. Ist das nicht eine quälend lange Zeit?

Nach der Ankunft in Berlin haben wir ein einstündiges Training auf dem Platz im Stadion absolviert, um uns an die Gegebenheiten gewöhnen zu können. In der Tat ist die Zeit am Samstag bis zum Spiel lang. Für uns heißt das erst einmal, lange zu schlafen und das Frühstück recht spät anzusetzen. Wir können den Tag somit ganz entspannt angehen. Am Vormittag und nach dem Mittagessen werden wir jeweils Besprechungen durchführen – sowohl im taktischen als auch im mentalen Bereich. Etwa um 16 Uhr werden wir uns dann in Richtung Stadion bewegen.

Schauen Sie sich das erste Halbfinale zwischen Gastgeber Berliner HC und dem UHC Hamburg an?

Nein, wir fokussieren uns ganz auf das Halbfinalspiel gegen die Kölner. Alles andere wäre dem Gegner gegenüber auch respektlos, weil er sehr stark ist. Da können wir nicht an den Sonntag denken. Falls wir ins Finale einziehen sollten, haben wir immer noch genügend Zeit, uns auf den Gegner gut vorzubereiten. Wir kennen die Mannschaften sehr gut. Außerdem werden wir unseren „Video-Mann“ vor Ort haben und er wird mir die Aufnahmen zusenden.

Kennen Sie das Stadion in Berlin-Zehlendorf?

Nein, es ist ein neues Stadion. Kartenmäßig wird es wohl eng. Es finden dort 2000 Zuschauer Platz. Der Ausrichter rechnet mit einer „vollen Hütte“.

Wie sieht es bei Ihnen personell aus. Sind alle Mann an Bord?

An Bord sind schon alle Mann, aber leider haben wir auch ein paar angeschlagene Spieler. Der Donnerstag, unser letzter Trainingstag in Mülheim, war schon der Horror. Ole Keusgen musste aufgrund von Rückenschmerzen passen. Auch Jan Philipp Rabente konnte wegen einer Erkältung nicht trainieren. Beim Aufwärmen knickte Jan Gehlen um. Zwar hat er sich keinen Riss am Band zugezogen, aber der Fuß ist stark angeschwollen. Es ist fraglich ob wir ihn überhaupt bis zum Spiel hinbekommen. Die Chancen stehen bei 50:50. Im Training hat es dann auch noch Lukas Windfeder erwischt. Er bekam einen Schläger ins Gesicht und hat nun eine Schwellung am Jochbein. Lukas hatte noch Glück im Unglück. Fehlen werden – das war aber schon vorher klar – Felix Meyer, der sich einer Sehnen-Operation an der Hand unterziehen musste, und Christian Schmiedel, der einen Daumenbruch auskurieren muss.

Wir schwer würde ein Ausfall von Jan Gehlen wiegen?

Jan Gehlen ist in der Defensive kaum zu ersetzen. Das wäre ganz bitter, wenn er fehlen würde. Er ist für uns ein ganz wertvoller Spieler. Er wird nicht bei einhundert Prozent sein, aber ich hoffe, dass er mit einem Tape-Verband auflaufen kann.

Die Spiele gegen Rot-Weiss Köln sind immer etwas Besonderes. Stimmen Sie dem zu?

Ja, absolut! Zum dritten Mal in Serie treffen wir in der Vorschlussrunde auf die Kölner. Vor zwei Jahren, als noch Playoff-Spiele stattfanden, schieden wir inklusive einem Wiederholungsspiel ganz knapp aus. Im vergangenen Jahr konnten wir uns in einer Dreier-Serie knapp durchsetzen. Es ist auch das Duell zweier ganz unterschiedlicher Systeme. Wir haben uns die Mannschaft aus der Jugend selbst aufgebaut und geformt. Die Kölner haben ihr Team aus Top-Spielern zusammengezimmert. Sie haben sieben deutsche und einen niederländischen Nationalspieler sowie mit Keeper Weißenborn einen ehemaligen Internationalen.

Wer ist denn Ihrer Meinung nach der Favorit im ersten Halbfinale zwischen Mülheim und Köln?

Es treffen zwei starke Mannschaften aufeinander. Ich sehe die Kölner in einer leichten Favoritenrolle. Wie schon gesagt: Sie haben einen exzellenten Kader mit vielen Nationalspielern. Aber wir werden mit dem Kollektiv und einem guten Plan versuchen, die Begegnung für uns zu entscheiden.

Also haben Sie schon die Endspielteilnahme im Visier?

Wir konzentrieren uns voll und ganz auf das Halbfinale. Aber natürlich fahren wir auch nicht nach Berlin, um nur ein Spiel zu absolvieren. Wir werden alles versuchen, auch noch am Sonntag das Finale bestreiten zu dürfen. Dann hätten wir aus jetziger Sicht auch die Teilnahme an der Euro Hockey League gesichert. Das wäre für uns ein riesiger Erfolg. Auch das erneute Erreichen des Meisterschaftsfinales wäre eine tolle Sache für den Verein und für die Mannschaft. Aber mit diesem Thema beschäftigen wir uns gegebenenfalls erst am Samstagabend. Jetzt fokussieren wir uns ganz auf das Halbfinale gegen Rot-Weiss Köln.

Marcus Lemke



Kommentare
03.06.2012
08:44
Horror-Training vor der Abreise
von saarnerjung | #1

schade, hätte das es leider nicht mit dem finaleinzug geklappt hat...

1 Antwort
Horror-Training vor der Abreise
von suedjuergen | #1-1

wassen dassen für ne formulierung?

mich würde vielmehr interessieren was es diesmal war:

wetter, schieris, kunstrasen, nerven, anreise, training

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