Hohe Hausnummer für Heißen

Zweimal in Folge durften die Niederrheinliga-Fußballerinnen des TB Heißen nicht ’ran, weil auf dem heimischen Ascheplatz am Mühlenfeld nicht gespielt werden konnte. Das am 22. März ausgefallene Duell gegen den SV Walbeck wird am Mittwoch um 19.30 Uhr nachgeholt – und zwar im Ruhrstadion.

„Das ist ohnehin unsere Trainingszeit und es war zu erwarten, dass bei uns in Heißen weiterhin nicht gespielt werden kann“, erklärt Trainer Arnd Popiecz. Mit Blick auf das Sturmtief „Niklas“ sagte der Trainer: „Ich habe gehört, dass die Sturmwarnung auch am Mittwoch noch gelten soll. Hoffentlich kann alles reibungslos über die Bühne gehen.“

Die Gäste aus Walbeck sind für den Turnerbund eine hohe Hausnummer, stehen sie doch auf dem zweiten Tabellenplatz. Im unmittelbaren Aufstiegskampf mischt das Team aber nicht mehr mit, da Spitzenreiter Budberg bereits um elf Punkte enteilt ist. „Der Gegner wird aber weiterhin ehrgeizig sein, den Anschluss zu wahren“, ist sich Popiecz sicher. Zu den Lieblingsgegnern der Heißenerinnen gehörte Walbeck in den letzten Jahren bei Weitem nicht. „In den Spielen haben wir selten etwas geholt“, weiß Popiecz. Bis zum Hinspiel. Da gelang dem Turnerbund ein überraschender 3:0-Erfolg. „Da hatten wir aber auch einen Top-Tag erwischt“, erinnert sich der Coach.

Einer der Schlüssel zum Erfolg war damals die Tatsache, dass die beiden Verteidigerinnen Sarah Kirchner und Nina Kremer die Top-Torjägerin Lena Pasch kalt stellen konnten. Die 24-Jährige gehört seit Jahren zu den treffsichersten Spielerinnen der Liga und führt auch aktuell wieder einmal die Torschützenliste mit 18 Treffern in 18 Spielen an. Wieder wird das Duo Kremer/Kirchner die Aufgabe haben, die Stürmerin in den Griff zu kriegen.

Im defensiven Mittelfeld hätte mit Sicherheit auch Sara Hommel zur Stabilität beigetragen, doch die Heißenerin zog sich im Training am vergangenen Mittwoch einen Bänderriss zu. „Sie hat so geschrien, dass ich sogar einen Krankenwagen gerufen habe“, erzählt Trainer Arnd Popiecz. Damit wird die Liste der Spielerinnen, die in dieser Saison wohl nicht mehr auflaufen können, um einen weiteren Namen länger. Schließlich kann der Turnerbund auch auf Stammkräfte wie Julia Buhren, Lorina Caltagirone oder Isabell Mayer seit Wochen nicht zurückgreifen.

Trotz des ungünstigen Spieltermins in der Woche und einigen damit verbundenen berufsbedingten Fragezeichen hofft der Coach, einen schlagkräftigen Kader aufstellen zu können. „Der Gegner hat in der Woche ja auch eine lange Anfahrt vor sich. Da weiß man ja auch nicht, ob dort alle Spielerinnen dabei sein werden“, sagt Popiecz.