Hochkarätiges Starterfeld am Raffelberg

Die Saison ist eröffnet: Auf der Raffelberger Rennbahn geht es am Samstag erstmals wieder rund.
Die Saison ist eröffnet: Auf der Raffelberger Rennbahn geht es am Samstag erstmals wieder rund.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Mit etwas Glück sehen die Mülheimer Turffans am Samstag bereits den neuen Derbysieger. Bruce Hellier macht Hoffnungen auf einen Heimsieg.

Mit einem hochkarätigen Teilnehmerfeld wird am Samstag die einmal mehr kurze Galoppsaison auf der Rennbahn am Raffelberg eröffnet. Ab 12 Uhr sehen die Zuschauer in sieben Rennen unter anderem fünf Derbystarter und dürfen sich zudem Hoffnungen auf einen Heimsieg machen. Der letzte Start ist für 15.10 Uhr angesetzt.

Im ersten Rennen der Saison besteht gleich eine doppelte Möglichkeit auf einen Mülheimer Auftaktsieg. Im mit 5.000 Euro dotierten „Raffelberger Aufgalopp“ sattelt der Mülheimer Trainer Bruce Hellier den vierjährigen Wallach Giolino, während Doris Smith mit der sechsjährigen Stute Astonish vertreten ist. „Ein Heimsieg ist gut möglich. Ich denke, dass wir unter den ersten drei landen werden“, verkündete Hellier auf der Pressekonferenz eine durchaus positive Prognose. „Die letzten Starts waren heftig, daher gehen wir von 1800 auf 1400 Meter. Ich glaube ohnehin, dass ihm eher die kurzen Wege liegen“, sagt der Coach über seinen Schützling.

Zum Duell Smith gegen Hellier kommt es auch im zweiten Lauf, dem Preis von Deauville. Für Smith geht der sechsjährige Wallach Laudation an den Start. Im Sattel sitzt der Speldorfer Jockey Michael Cadeddu. Hellier schickt den Neunjährigen Sharp Bullet ins Rennen. Der Hellier-Schützling hat am Raffelberg bereits gewonnen – beim letztjährigen Sparkassen-Renntag. „Er hat auch diesmal wieder Außenseiterchancen“, glaubt der Trainer.

Mit Landadel in Rennen drei (Smith), Guardian Angel in Rennen vier (Hellier) und Hachico in Rennen sieben (Smith) sind drei weitere Mülheimer Pferde für den Saisonauftakt gemeldet worden.

Höhepunkt des Tages ist der mit 8.750 Euro dotierte Preis der Galopprennbahn Mülheim-Raffelberg, der als fünftes Rennen um 14.05 Uhr gestartet wird. Allein in diesem Rennen präsentiert sich das Who-is-who der Turfszene dem Mülheimer Publikum.

Das Dreijährigen-Rennen gilt als Vorbereitung für das deutsche Derby am 5. Juli in Hamburg-Horn. Fünf der acht Pferde besitzen eine Derbynennung. Gut möglich, dass die Zuschauer am Raffelberg bereits am Samstag den Derbysieger zu Gesicht bekommen. Mit dem „fliegenden Holländer“ Adrie de Vries, dem sechsfachen Derbysieger Andrasch Starke oder dem ehemaligen Champion Filip Minarik sind drei der besten Jockeys Deutschland am Start.

Kölner sitzen De Vries im Nacken

De Vries war mit 99 Siegen in der vergangenen Saison der erfolgreichste Reiter auf deutschen Bahnen. Vor allem die Kölner Fraktion möchte ihm am Raffelberg die Show stehlen. Erfolgstrainer Peter Schiergen schickt gleich zwei Pferde ins Rennen. Night Hawk läuft sein erstes Rennen überhaupt und wird von Schiergens Sohn, dem Profidebütanten Dennis Schiergen, geritten. Im Sattel von Hot Beat sitzt Andrasch Starke, der sich mit dem Sieg beim Prix de l’Arc de Triomphe in Paris 2011 in die Geschichtsbücher eingetragen hat. „Ein solcher Spitzenjockey macht bestimmt noch einmal zehn Prozent aus“, sagt Bruce Hellier, für den Starke im vierten Rennen Guardian Angel reitet. „Er kann das Rennen lesen, das Tempo einschätzen und die Gegner im Auge behalten.“