Hinz erlöst den VfB
22.02.2012 | 22:24 Uhr 2012-02-22T22:24:00+0100VfB Speldorf -
DJK/VfL Tönisberg2:1 (1:0)
Tore: 1:0 Hinz (15.), 1:1 Reale (51., Handelfmeter), 2:1 Hinz (90.+3)
VfB: Strzys – Hupperts, Flöth, El Idrissi (46. Kuzniarz), Akdeniz – Hinz, Munoz – Acikgöz, Altin, Beric (46. Penan) – Sipahi
DJK: Bergner – Tröckes, Schneider, Strauß, Bach – Schmitz, Schulz – Reale (85. Ansah), Demircan, Franke (70. Guede/83. Goncalves) – Yilmaz
Zuschauer: 150
Der VfB Speldorf ist einer kleinen Blamage im Niederrheinpokal noch so eben entgangen. Durch ein Tor von Christian Hinz in der dritten Minute der Nachspielzeit besiegte der NRW-Ligist die zwei Klassen tiefer spielende DJK/VfL Tönisberg mit 2:1 (1:0).
In der ersten Hälfte war der Unterschied von zwei Ligen noch deutlich zu sehen. Es spielte nur der VfB, die Gäste schafften es kaum über die Mittellinie. Bereits in der ersten Viertelstunde hatten die Gastgeber einige gute Chancen. Senad Beric und Tahar El Idrissi (6.) scheiterten am Keeper, Tanju Acikgöz fehlten nach einer scharfen Hereingabe einige Zentimeter Körpergröße (12.). So musste für die Führung eine Standardsituation herhalten. Christian Hinz zirkelte einen Freistoß aus knapp 20 Metern halblinker Position in den Strafraum und der Ball kullerte an Freund und Feind vorbei ins Tor.
In der Folgezeit hätten die Speldorf auf 2:0 oder sogar 3:0 erhöhen können. Doch ein Kopfball von Senad Beric landete nur am Innenpfosten und Tanju Acikgöz schoss aus optimaler Position in die Arme des Keepers (25.).
„Danach hatten wir einen Bruch im Spiel, den ich mir nicht erklären kann“, analysierte Trainer Oliver Röder später auf der Pressekonferenz. Tatsächlich hatten seine Mannen danach nicht mehr so viele Chancen wie in der Anfangsphase. Die Überlegenheit büßten die Speldorfer dadurch aber nicht ein. Es blieb ein Spiel auf ein Tor.
Der VfB kam dann mit Kamil Kuzniarz für Tahar El Idrissi und Carlos Penan für Senad Beric aus der Pause und musste sechs Minuten später erst einmal einen Schock verdauen. Keeper Michael Strzys hatte zwar noch in höchster Not gerettet, doch Dennis Hupperts spielte den Ball anschließend mit der Hand. Schiedsrichter Florian Heien entschied auf Strafstoß, Francesco Reale verwandelte (51.).
Für kurze Zeit beteiligte sich der Außenseiter an der Partie, zog sich dann aber wieder weitestgehend zurück. Das Spiel verflachte völlig, so dass VfB-Manager Ingo Pickenäcker die zweite Hälfte sogar als „Vollkatastrophe“ bezeichnete.
Zwar blieb der VfB tonangebend, ohne sich aber in der Offensive etwas einfallen zu lassen. In der 93. Minute sah es schon nach einer Verlängerung aus, als Christian Hinz den Ball aus spitzem Winkel in die Maschen drosch. „Christian musste wohl noch zum Dienst, dann musst du das Ding eben in den Winkel knallen“, meinte Oliver Röder später scherzhaft. Und so war für den VfB Speldorf am Aschermittwoch doch noch nicht alles vorbei. Die Grün-Weißen müssen im Viertelfinale nun beim Niederrheinligisten SV Hönnepel-Niedermörmter antreten.
15:50
Würde nicht allzu sehr überraschen, wenn die in Hönnepel aus dem Wettbewerb ausscheiden würden, Favorit sind sie für mich nur auf dem Papier. Der Speldorfer Ex-Trainer Mewes wird seine Mannschaft top-motiviert einstellen, um dann im Halbfinale gegen RWO aus seiner Heimatstadt Oberhausen spielen zu dürfen.