Hektische Schlussphase
26.10.2011 | 16:35 Uhr 2011-10-26T16:35:00+0200
DJK Styrum 06 -
HSV Dümpten
25:22 (6:10)
Die DJK Styrum 06 hat die zweite Runde im Handball-Kreispokalwettbewerb erreicht. Im Derby der beiden Landesligisten schlug die DJK aufgrund einer starken zweiten Halbzeit den HSV Dümpten mit 25:22 (6:10).
Dabei hatte es für die Gäste in der gut gefüllten Sporthalle an der Von-der-Tann-Straße zunächst gut angefangen. Durch drei Treffer von Stefan Krogoll und zwei von Lukas Gralla erarbeitete sich der in den ungewohnten blauen Trikots spielende HSV einen frühen 5:2-Vorsprung. Bei den Styrumern lief in der ersten Halbzeit wenig bis nichts zusammen. Der HSV führte zwischenzeitlich mit sechs Toren Vorsprung, ließ dazu noch etliche Chancen aus.
Dass die Partie zur Pause noch nicht vorentschieden war, lag vor allem an DJK-Keeper Christian Lindmüller, der viele HSV-Möglichkeiten entschärfen konnte – darunter auch zwei Siebenmeter. Einen weiteren warf Philipp Peich an die Latte. Nach der torarmen ersten Hälfte wurden beim Stand von 6:10 die Seiten gewechselt.
Dem HSV gelang auch im zweiten Durchgang der etwas bessere Start und er erzielte drei Treffer zur 13:6-Führung. Doch dann lief Markus Burczyk heiß. Der Halblinke der Styrumer traf innerhalb weniger Minuten sechsmal und brachte seine Mannschaft dadurch eigenhändig auf 12:14 heran. Mit der zuvor deutlichen Führung im Rücken tat der HSV in der Abwehr zu wenig und war auch im Angriff viel zu nachlässig. Ohne seine beiden Mittelleute Veit Wrobel und René Bülten hatten die Dümptener aber kaum noch Wechseloptionen.
Das Spiel stand nun auf der Kippe, von den zuvor sieben Toren Vorsprung war nur noch eines übrig geblieben, als Marc Bing zum 14:15 traf (43.). Zu allem Überfluss sah Daniel Kiriakou, der den Torschützen am Wurf zu hindern versuchte, die Rote Karte. Eine harte Entscheidung.
Tapp traf zum Ausgleich
Der Ausgleich lag nun in der Luft und nach 46 Minuten war es soweit. Marcus Tapp traf zum 16:16. Fünf Minuten später brachte Robin Millhorst die DJK mit zwei Treffern sogar mit 20:18 in Führung (52.). Beim HSV lief in dieser Phase wenig zusammen. Knapp fünf Minuten vor dem Ende nahm Co-Trainer Norbert Rost, der am Pokalabend den im Urlaub weilenden Dümptener Coach Christian Hoffmeister vertrat, die längst überfällige Auszeit. Doch der Schritt kam viel zu spät.
Die Styrumer verloren dann vier Minuten vor dem Ende ihren überragenden Spieler Markus Burczyk nach dessen dritten Zeitstrafe. Der HSV kam in doppelter Überzahl noch einmal bis auf 21:22 heran, doch dann kassierte auch der Dümptener Jeremy Schmidt die dritte Zeitstrafe. Nachdem auch Marc auf’m Kamp und Michele Potschka für zwei Minuten auf die Bank mussten, waren die Dümptener nur noch zu dritt „auf der Platte“. Spätestens als Marc Bing das 24:21 für Styrum erzielte, war die Messe gelesen.
„Ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment machen. Sie hat sich in der Deckung gefunden und hat in der zweiten Halbzeit super gekämpft“; sagte DJK-Coach Peter Flemmig. Dümptens Co-Trainer Norbert Rost meinte: „Wir haben es in der ersten Halbzeit verpasst, den Sack zuzumachen. Danach war es ein typisches Derby. Leider gab es auf unserer Seite wieder einige Undiszipliniertheiten“, so Rost.
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