Hängende Köpfe am Kahlenberg

Kevin Kleine-Klopries traf in beiden Spielen per kurzer Ecke für den KHTC. Am Sonntag hatte er sogar noch den Ausgleich auf dem Schläger..
Kevin Kleine-Klopries traf in beiden Spielen per kurzer Ecke für den KHTC. Am Sonntag hatte er sogar noch den Ausgleich auf dem Schläger..
Foto: FUNKE Foto Services
Zweitligist KHTC verliert am Samstag das entscheidende Duell gegen Heimfeld und hat den Klassenerhalt nicht mehr selbst in der Hand.

Befreiungsschlag verpasst! In der zweiten Feldhockey-Bundesliga schwebt der Kahlenberger HTC mehr denn je in Abstiegsgefahr. Am Samstag verlor das Team von Trainer Tim Leusmann das alles entscheidende Kellerduell gegen die TG Heimfeld mit 2:5 (1:2) und konnte diesen Fauxpas auch am Sonntag im Heimspiel gegen den Klipper THC Hamburg beim 2:3 (1:2) trotz klarer Leistungssteigerung nicht korriegieren.

Enttäuscht waren Trainer Tim Leusmann und Betreuer Manfred Haase vor allem über das Spiel am Samstag. „Wir haben in vielen Situationen ängstlich und zaghaft gespielt. Viele Spieler sind einfach noch nicht erfahren genug“, sagte Leusmann. Haase vermisste zudem den nötigen Biss in der Kahlenberger Mannschaft. „Die haben den größeren Siegeswillen an den Tag gelegt“, sagte der Betreuer über die Gäste aus Hamburg.

Schon nach zwölf Minuten lag der KHTC auf der heimischen Anlage an der Mintarder Straße mit 0:2 im Hintertreffen. „Alle Tore sind eigentlich durch individuelle Fehler von uns entstanden“, ärgerte sich Leusmann. Technische Fehler und Ballverluste wurden konsequent bestraft.

Wenige Minuten vor der Pause schenkte Tobias Prost den Kahlenbergern wieder Hoffnung, indem er den 1:2-Anschlusstreffer erzielte. Dies war gleichzeitig der Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel kreierten die Mülheimer Chancen, um den Ausgleich zu schaffen, wurden für die Nachlässigkeiten aber erneut bitter bestraft. Mit einem Doppelschlag (48./49.) sorgte Heimfeld für die Entscheidung. Die KHTC-Fans sahen fast ausschließlich hängende Köpfe in ihrer Mannschaft. Das 2:5 durch Kevin Kleine-Klopries war nur noch Ergebniskosmetik.

Am Sonntag warteten die Kahlenberger mit einer deutlichen Leistungssteigerung im Duell gegen den starken Klipper THC auf. „Für eine solche Leistung brauchen wir immer erst einen Dämpfer“, sagte Trainer Tim Leusmann.

Wieder gerieten die Mülheimer früh in Rückstand, konnten jedoch in Person von David Fritschi ausgleichen. Kurz vor der Pause gelang Klipper aber die erneute Führung, die nach einer Stunde sogar auf 3:1 ausgebaut wurde. Per kurzer Ecke brachte Kevin Kleine-Klopries dann noch einmal Spannung in die Partie. In der Schlussminute hätte „KKK“ beinahe sogar noch den späten Ausgleich erzielt, doch seine Ecke wurde vom Hamburger Keeper stark gehalten. Ein Punkt wäre für den KHTC Gold wert gewesen.

Nun haben die Mülheimer den Klassenerhalt nicht mehr selbst in der Hand und müssen darauf hoffen, dass Konkurrent Heimfeld seine letzten drei Spiele allesamt verliert. Gleichzeitig muss der KHTC gegen Gladbach oder Hannover gewinnen.

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