Gute Laune am Kahlenberg

Philipp Rohrbach & Co. konnten in der Hinrunde alle Spiele gewinnen – auch hier gegen Rot-Weiss Köln II.
Philipp Rohrbach & Co. konnten in der Hinrunde alle Spiele gewinnen – auch hier gegen Rot-Weiss Köln II.
Foto: Jörg Schimmel
Was wir bereits wissen
Bei der Rückkehr in die zweite Bundesliga auf dem Feld kann sich der KHTC fast nur noch selbst schlagen. Hallenbundesliga beginnt im Dezember.

An der Mintarder Straße herrscht aktuell beste Laune. Bei Mülheims zweitbestem Hockeyklub zeigt die Formkurve ganz steil nach oben. Ab Anfang Dezember wird sich der Kahlenberger HTC wieder mit den besten Teams aus dem Westen in der Hallenbundesliga messen. Und man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass der KHTC auf dem Feld in der kommenden Saison erneut zweitklassig sein wird.

Nachdem die Kahlenberger auf dem Feld sogar zwischenzeitlich bis in die Oberliga abgestürzt waren, schafften sie 2008 erstmals wieder den Aufstieg in Liga zwei. Nach dem direkten Wiederabstieg und zwei Jahren Regionalliga war der KHTC zwischen 2011 und 2015 vier Jahre lang zweitklassig. Im kommenden Frühjahr steht den Blau-Weißen die Rückkehr in die zweite Bundesliga bevor. Denn in der aktuellen Regionalligasaison haben die Mülheimer bislang alle Spiele gewonnen. Sie profitieren davon, dass die beiden ersten Verfolger Rot-Weiss Köln II und HTC Uhlenhorst II nicht aufsteigen dürfen. So haben die Kahlenberger bereits einen Vorsprung von zehn Punkten auf den ersten wirklichen Konkurrenten aufgebaut. Sollten die Mülheimer im neuen Jahr die beiden Spiele gegen den Club Raffelberg aus Duisburg verlieren, selbst dann geriete das Unternehmen Aufstieg nicht ins Wanken.

„Es müsste schon mit dem Teufel zu gehen“, sagt auch Philip Hüsgen, einer der beiden Kapitäne der Kahlenberger (der andere ist Thorben Pegel). „Nachdem die letzte Saison eher durchwachsen war und wir trotzdem lange oben dabei waren, hatten wir uns schon etwas ausgerechnet. Dass wir aber ohne Niederlage durch die Hinrunde kommen würden, war natürlich nicht abzusehen“, meint Hüsgen.

Woher kommt die aktuelle Stärke des Teams von der Mintarder Straße? „Wir spielen konstant auf gutem Niveau. Wir haben uns als Team stabilisiert und können immer solide unsere Leistung abrufen, obwohl meistens noch Leute gefehlt haben“, erklärt der Kapitän.

Die gute Form gibt dem KHTC freilich auch Selbstvertrauen für die Hallenbundesliga. „Das ist natürlich eine komplett andere Liga und ein komplett anderes Niveau“, betont Hüsgen. Dennoch traut er seinem Team zu, endlich einmal den Klassenerhalt in der Eliteklasse zu schaffen. „Unser Hauptkonkurrent wird wohl Schwarz-Weiß Köln sein, gegen die wir durchaus schon gut ausgesehen haben“, erklärt er. Gegen den Düsseldorfer HC haben sich die Kahlenberger oft schwer getan. Die restlichen Teams – Uhlenhorst, Köln und Krefeld – sind für den KHTC weit weg. „An einem Tag kann immer mal was passieren, aber diese Teams sind mit Nationalspielern und Olympiasiegern gespickt“, stellt Hüsgen den Unterschied heraus.

Zwischen Feld und Halle hat der KHTC eine lange Pause von fast acht Wochen. Anfang November beginnt die Vorbereitung mit einem Turnier in Delmenhorst und jeder Menge Testspiele. Dann startet wieder das Abenteuer Liga eins.