Golferinnen sollen sich in Mülheim wohlfühlen

Die Elite ist anlässlich der Internationalen Amateurmeisterschaft der Damen zu Gast beim Golfclub Mülheim. Was muss passieren, dass man den Zuschlag bekommt, ein solch hochkarätiges Turnier auszurichten?

Ein Club, der ein solches Turnier austragen möchte, muss in erster Linie eine erstklassige Golfanlage bieten, die dem hohen Anspruch der Damenelite Europas gerecht wird. Zusätzlich ist die Infrastruktur des Clubs wichtig. Hierbei sind neben den Trainingsmöglichkeiten auch eine gute Erreichbarkeit und ausreichend Parkplatz-Möglichkeiten erforderlich. Wenn dann noch ein professionelles Sekretariat und eine gute Gastronomie hinzukommt, ist das Bild rund.

Über welchen Zeitraum hat sich die Vorbereitung erstreckt und wie viele Helfer sind in die Organisation der internationalen Meisterschaft eingebunden?

Der gesamte Zeitraum der Vorbereitung erstreckte sich über drei Monate, in denen die spezielle Platzpflege den größten Teil in Anspruch nahm. Wettspiele mit dieser Teilnehmerzahl sind im Golfclub Mülheim keine Seltenheit, was das hochkarätige Feld betrifft, jedoch schon. Rund 50 Leute sind bei uns im Einsatz.

Welchen Stellenwert hat das Championat auf Mülheimer Boden?

Für Mülheim und Umgebung ist ein internationales Turnier vom Stellenwert als sehr hoch einzuschätzen.

Die Damen sind aus ganz Europa angereist, eine Spielerin hat sich sogar im fernen Brasilien auf den Weg gemacht. Auffällig ist, dass die Golfnationen England, Schottland und Irland nicht vertreten sind...

Das bedauern wir ebenfalls, allerdings haben wir natürlich auch Verständnis dafür, weil wir bei diesen drei Ländern über die Ursprungsländer des Golfsports sprechen, die traditionell auf eigenem Boden zahlreiche sehr hochkarätige Turniere ausrichten.

Das Spiel auf der idyllischen Platzanlage im Landschaftsschutzgebiet ist nicht alles. Was bietet der Club den Gästen aus dem In- und Ausland sonst noch alles?

Unser erklärtes Ziel ist es, dass sich die Damen nicht nur auf dem Platz, sondern auch rundherum willkommen und wohlfühlen. Das bedeutet, dass wir vom Hotel-Shuttleservice bis zur Vorbereitung der Übungsfacilitäten über spezielle leichte Kost in der Gastronomie bis zur Get-together-Abendveranstaltung alles organisiert und vorbereitet haben. Wir möchten damit erreichen, dass sich die Damen voll und ganz auf das Wettspiel konzentrieren können und uns als gute Gastgeber wahrnehmen.

Diese Maitage gehören den Amateurspielerinnen. Ist es denkbar, dass die hiesigen Golffreunde auch einmal den Profis bei der sportlichen Arbeit zuschauen?

Wie bereits 2007, als wir die Postbank Challenge sponsored by Marcel Siem ausgetragen haben, war es unser Ziel, wieder ein internationales Turnier ausrichten zu dürfen. Dies wird sicherlich nicht die letzte Bewerbung sein. Bei der PGA of Europe stehen wir auf der Liste der ausgewählten Plätze, die in der Lage sind, Turniere für Profis auszurichten.

Als Präsident eines renommierten Clubs haben Sie doch bestimmt einen Wunsch. Was sollen die Damen als bleibenden Eindruck mit in ihre Heimat nehmen?

Mein Wunsch ist es, dass die Spielerinnen den Golfclub Mülheim als eine sehr hochwertige Meisterschaftsanlage in Erinnerung behalten, die sich in einem exzellenten Pflegezustand präsentiert. Wenn es uns dann noch gelingt, mit professioneller Organisation, Offenheit und Freundlichkeit in Erinnerung zu bleiben, haben wir sehr viel erreicht. Die ersten Rückmeldungen sagen bereits, dass zahlreiche Teilnehmerinnen angenehm überrascht sind von der gesamten Golfanlage. Das gesamte Team des Clubs wird bis zum Sonntagabend alles Erdenkliche unternehmen, damit dies für alle ein unvergessenes Wettspiel wird. Natürlich freuen wir uns, wenn wir unseren Bekanntheitsgrad über die Stadt- und Landesgrenze hinaus weiter steigern können.