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Gentleman geht in den Ruhestand

12.11.2012 | 16:37 Uhr
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Gentleman geht in den Ruhestand
Ein Leben für die Pferde: Galoppertrainer Uwe Ostmann verabschiedet sich in den verdienten Ruhestand.Foto: Ilja Höpping

Uwe Ostmann (72), erfolgreicher Galoppertrainer, wird sich schon in naher Zukunft in den verdienten Ruhestand verabschieden.

Der allseits geschätzte Gentleman unter den Trainern, zurzeit noch am Mülheimer Raffelberg für das Gestüt Auenquelle von Karl-Dieter Ellerbracke (Rödinghausen) und Peter-Michael Endres (Duisburg) tätig, wird durch Jens Hirschberger (43), der zuletzt bis Anfang September für das Gestüt Schlenderhan von Georg Baron von Ullmann (Bergheim) arbeitete, ersetzt.

27 Jahre lang am Raffelberg

Ostmann, ehemaliger Jockey mit mehr als 200 Siegen, darunter mehr als 30 auf der „Flachen“ und drei gewonnene Championate bei den Hindernisreitern, war insgesamt rund 27 Jahre am Mülheimer Raffelberg aktiv. Er kann auf rund 1500 Trainersiege zurückblicken. Sein wohl größter Erfolg gelang ihm 1988, als er im Deutschen Galopperderby in Hamburg-Horn mit Luigi für den Verleger und Wirtschaftsanwalt Dr. Dietrich von Boetticher (München) triumphierte. 

Sowohl Jens Hirschberger als auch Uwe Ostmann äußerten sich am Sonntag am Rande der Krefelder Galopprennveranstaltung positiv zum bevorstehenden Personalwechsel. Er soll zum 1. Dezember offiziell über die Bühne gegen. Es ist vorgesehen, dass beide Trainer während einer Übergangsphase zusammenarbeiten. 

Jens Hirschberger, der in seiner Laufbahn mehr als 170 Trainersiege, darunter die beiden Derby-Erfolge 2007 mit Adlerflug und 2009 mit Wiener Walzer, vorweisen kann, ist der Sohn von Galoppertrainer Peter Hirschberger aus Leipzig. Er hatte, wie Uwe Ostmann, seine Laufbahn als Jockey begonnen. 

Jens Hirschberger: „Nach einigen Wochen Pause freue ich mich auf die neue Aufgabe in Mülheim.“ Uwe Ostmann: „Man hätte keinen besseren Nachfolger für mich finden können.“ 

Karl-Dieter Ellerbracke lobte die fast 30-jährige Zusammenarbeit mit Uwe Ostmann, die für das Gestüt Quenhorn/Ravensberg begonnen hatte und nun seit mehr als einem Vierteljahrhundert für die Farben von Auenquelle Bestand hat. Ellerbracke: „Wir waren ein hervorragendes Team. Unser großer Dank gilt Uwe Ostmann. Dass es nun zum Wechsel kommt, ist der glücklichen Fügung zuzuschreiben, dass Jens Hirschberger als freier Trainer auf dem Markt war.“

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