Für jeden Gegner unberechenbar
11.08.2009 | 15:56 Uhr 2009-08-11T15:56:00+0200Mit einem verjüngten Team wollen die Fußballer des RSV in der Saison 2009/10 in der A-Kreisliga angreifen. „Auf jeden Fall werden wir einen stärkeren Eindruck hinterlassen als im vergangenen Jahr. Davon bin ich überzeugt”, sagt Herbert Stoffmehl, der seine sechste Saison als RSV-Trainer bestreitet.
In der abgelaufenen Spielzeit mussten die Rasensportler viele verletzungsbedingte Ausfälle verkraften und belegten aufgrund des „dünnen Kaders” nur den 13. Platz. Dabei konnten sie sich erst gegen Saisonende aus dem Tabellenkeller befreien. Nun wollen sie – so Herbert Stoffmehl – mit dem „unteren Drittel nichts zu tun haben.” Aufgrund der erheblichen Verjüngung des RSV-Teams ist der Coach optimistisch, dass dieses Saisonziel erreicht wird.
Von den zehn Neuzugängen kommen acht Talente aus dem Jugendbereich, sechs von ihnen gehörten sogar zum vereinseigenen Nachwuchs. Aus der RSV-A-Jugend rücken Julian Kopka, Mirko Holl, Gerrit Bormann, Sascha Pires, Michael Fuchs und Sebastian von Cyrson in den A-Kreisliga-Kader auf. Herbert Stoffmehl kennt diese Spieler seit vielen Jahren und hat großes Vertrauen in die Youngster. Auch von den Talenten Steven Tonski, der aus der A-Jugend von Hamborn 07 nach Mülheim wechselte, und Sebastian Schmidt (TSV Heimaterde, A-Jugend) erwartet der Trainer eine Menge: „Steven Tonski ist ein sehr vielversprechender Nachwuchsspieler und auch Sebastian Schmidt hat sich bisher hervorragend verkauft”, stellt Herbert Stoffmehl seinen Perspektivspielern ein tadelloses Zeugnis aus. Komplettiert wird der Reigen der Neuzugänge durch Pierre Riemer (VfB Speldorf II) und Ayhan Ünal (TB Heißen).
„Damit sind wir in der Breite sehr gut aufgestellt. Jetzt haben wir nicht nur elf gute Fußballer, sondern 16 gleichwertige Spieler. Das macht uns für jeden Gegner unberechenbar”, streicht Stoffmehl eine Stärke seiner Mannschaft heraus.
Einen weiteren Vorteil sieht der Coach in der guten Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern, zu denen Kim Graap, Christoph Berrischen und Yüksal Ucak zählen. „Der Trend geht zur Jugend – und da sind wir voll im Trend”, erzählt Stoffmehl augenzwinkernd und fügt hinzu: „Doch auch die gestandenen Spieler sind wichtig für das Mannschaftsgefüge.” Das dreitägige Trainingslager zu Beginn der Vorbereitung diente daher vorwiegend der Teambildung.
Doch auch der Konkurrenzdruck hat sich durch die Vergrößerung des Kaders erhöht. Zum ersten Mal seit einigen Jahren müssen die Spieler wieder um einen Stammplatz kämpfen. „Alle haben den Konkurrenzkampf angenommen. Es stimmt mich sehr optimistisch zu sehen, wie engagiert die Spieler zu Werke gehen, um einen Platz in der ersten Elf zu ergattern”, erklärt RSV-Trainer Herbert Stoffmehl, der sich über eine ganz neue Qualität in seinem Team freut. Daher soll das Spiel der Rasensportler wesentlich offensiver ausgerichtet werden; denn im letzten Jahr war die geringe Anzahl der geschossenen Tore ein klares Manko des RSV.
Auch in der Defensive wird Stoffmehl einige Veränderungen vornehmen. Statt wie bisher mit einem Libero zu agieren, wird der RSV mit einer Viererkette verteidigen, um bei Ballgewinn schnell den Vorwärtsgang einlegen zu können. „Das System mit Libero ist veraltet und im modernen Fußball nicht mehr angebracht. Mit den Neuzugängen haben wir uns sowohl in der Offensive als auch in der Defensive verstärkt und können mit einem neuen System spielen”, erläutert Stoffmehl die durch die Verjüngungskur des Teams neu entstandenen Optionen.
Wohin der Weg mit der neuen, jungen Mannschaft am Ende führen wird, darauf will sich der RSV-Coach noch nicht festlegen. „Nach den ersten zehn Spielen haben wir eine Orientierung. Dann wird sich zeigen, ob wir im ersten Jahr nach dem Umbruch schon oben mitmischen können. Wir werden sehen, wie die Nachwuchsakteure sich bewähren”, so RSV-Trainer Herbert Stoffmehl.
Das Aufgebot
Tor
Stefan Maike, Daniel Jansen
Abwehr
Markus Büttner, Mirko Holl, Mirko Jasch, Pierre Riemer, Sebastian Schmidt, Yüksel Ucak
Mittelfeld
Christoph Berrischen, Gerrit Bormann, Dominik Fritsch, Marco Gandolfo, Kim Graap, Sascha Pires, Benjamin Rantzsch
Angriff
Michael Fuchs, Julian Kopka, Steven Tonski, Ayhan Ünal, Sebastian von Cyrson
Trainerteam
Herbert Stoffmehl (Trainer), Stephan Mevissen (Co-Trainer), Jörg Severin (Torwart-Trainer)
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