Fehlbetrag in der Kasse der Vermarktungsgesellschaft
11.01.2008 | 00:03 Uhr 2008-01-11T00:03:00+0100Getrennte Wege gehen der in Mülheim ansässige Deutsche Badminton-Verband (DBV) und sein bisheriger Geschäftsführer Helmut Altmann (59). Seit 1975 war Altmann als DBV-Geschäftsführer tätig.
Das Verbandspräsidium hat ihn schon im Herbst 2007 aufgrund von „Unregelmäßigkeiten” im Rahmen seiner Tätigkeit für die Vermarktungsgesellschaft Badminton Deutschland mbH (VBD) von der Verbandsgeschäftsführung freigestellt. Vor dem Arbeitsgericht haben sich beide Seiten inzwischen auf eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses zum 30. April 2008 geeinigt.
Veranstalter der German Open in Mülheim
Die VBD ist Anfang 1996 vom Badmintonverband für die Durchführung von Badminton-Großveranstaltungen in Deutschland gegründet worden. Im Auftrag des DBV fungiert die Vermarktungsgesellschaft auch als Veranstalter der Internationalen Badminton-Meisterschaften von Deutschland (Yonex German Open Badminton Championships) in der Mülheimer RWE Rhein-Ruhr-Sporthalle.
In der Kasse der Vermarktungsgesellschaft Badminton Deutschland (VBD) war von einem Wirtschaftsprüfer ein fünfstelliger Euro-Fehlbetrag festgestellt worden. Laut DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst (Kleve), den die Sportredaktion zu diesem Thema befragte, wurde Verbands-Geschäftsführer Altmann zweimal dazu aufgefordert, diese Unkorrektheiten aufzuklären. Altmann, so der DBV-Chef, habe aber nicht reagiert. Daraufhin hat die VBD Anzeige gegen Altmann erstattet. Ob es neben der zivilrechtlichen Klärung der finanziellen Unregelmäßigkeiten auch zu einem strafrechtlichen Verfahren kommt, steht noch nicht fest.
Ex-DBV-Geschäftsführer Altmann wollte sich gestern im Gespräch mit der Sportredaktion nicht zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen äußern. Zur gegenwärtigen Situation sagte er nur: „Die Anwälte beider Seiten korrespondieren miteinander. Man muss abwarten, was dabei herauskommt. Da wird sich aber wohl mancher noch wundern.”
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