Erster Matchball für Uhlenhorster Damen

Am Einzug des HTC Uhlenhorst ins Viertelfinale der deutschen Damen-Meisterschaft im Hallenhockey gibt es kaum noch einen Zweifel. In den letzten drei Bundesligaspielen benötigen die Mülheimerinnen nur noch einen Sieg, um das Viertelfinal-Ticket zu lösen.

Den ersten Matchball haben sie am Samstag. Dann spielen sie ab 14 Uhr in der Sporthalle an der Lehnerstraße gegen den RTHC Leverkusen, der mit bislang einem Sieg und drei Niederlagen unter fünf Teams in der West-Staffel den vierten Platz einnimmt. Erster ist der Düsseldorfer HC, dahinter folgen der HTCU und Rot-Weiss Köln. Letzter ist der ETuF Essen.

„Es ist natürlich unser Ziel, im Heimspiel gegen Leverkusen alles klarzumachen. Mit einem Sieg hätten wir den zweiten Platz gesichert“, blickt Hanns-Peter Windfeder voraus. Der HTCU-Coach hat seinen Spielerinnen über Weihnachten und Neujahr zwei Wochen lang freigegeben. Er sagt: „Die Mädels sollten einmal den Kopf freibekommen. Sie haben lediglich einen kleinen Laufplan von unserem Athletiktrainer Klaus Brosius bekommen. Jetzt sind alle ausgeruht. Seit Anfang der Woche läuft wieder das Training. Es war sehr intensiv und die Spielerinnen haben wirklich toll mitgezogen.“

Diesen Einsatz und Elan möchte Windfeder auch am Samstag im Bundesligaspiel sehen. Anders — so Windfeder — seien die Leverkusenerinnen auch nicht zu schlagen. „Im Hinspiel haben wir nur knapp mit 4:3 gewonnen. Das war ein hartes Stück Arbeit und meine Spielerinnen haben sich selbst sehr darüber geärgert, dass sie unter Normalform gespielt haben. Es war allerdings auch das erste Saisonmatch. Da lief vor recht vielen Leverkusener Fans noch nicht alles so rund“, sagt der Uhlenhorster Trainer.

Trainer glaubt nicht an Selbstläufer

Der erfahrene Coach weiß, dass auch das zweite Aufeinandertreffen für seine Mannschaft absolut kein Selbstläufer sein wird, weil das junge Leverkusener Aufgebot — gespickt mit zwei erfahrenen Spielerinnen — bekanntermaßen sehr kampfstark ist und aus einer gesicherten Defensive auf Konter setzen wird.

„Mülheim erwarten wir noch stärker als im ersten Saisonspiel. Wir hoffen, dass sie nach der Weihnachtspause erst wieder in den Rhythmus finden müssen. Vielleicht schaffen wir es dann, die Partie wieder einigermaßen ausgeglichen zu gestalten. Wichtiger ist für uns aber das Heimspiel am Sonntag gegen Köln. Wenn wir unsere Leistung über die komplette Spielzeit abrufen, rechnen wir uns hier schon etwas aus“, sagt der Leverkusener Co-Trainer Patric Schaede.

Der Uhlenhorster Trainer Hanns-Peter Windfeder muss an diesem Samstag auf drei Spielerinnen verzichten. Lara Birkner leidet noch immer unter dem Pfeifferschen Drüsenfieber und ist ebenso wenig einsatzbereit wie die am Knie verletzte Alica Wahl. Laura Apeltrath läuft in der Uhlenhorster Zweitvertretung auf, damit sie sich nicht im Bundesliga-Aufgebot fest spielt und dann in der Reserve nicht mehr eingesetzt werden kann.

Sorgen bereitet dem Trainer auch der Zustand von Leistungsträgerin Daniela Terber. Sie laboriert wie so oft in der Vergangenheit an einer Verletzung des Fußgelenks, soll aber am Samstag in jedem Fall für die Mülheimerinnen auflaufen.