Enttäuschende Ausbeute
28.11.2011 | 18:07 Uhr 2011-11-28T18:07:00+0100
SV Mülheim-Nord -
Rodewischer Schachmiezen3:3
SV Mülheim-Nord -
USV Volksbank Halle1,5:4,5
Die Frauenmannschaft des SV Mülheim Nord holte am Wochenende beim Doppelspieltag der Schach-Bundesliga im heimischen Schachzentrum neben dem Hallenbad Süd einen Punkt weniger als erhofft. Am Samstag erzielten die Mülheimerinnen gegen die Rodewischer Schachmiezen nur ein 3:3-Unentschieden, während sie am Sonntag dem Favoriten USV Volksbank Halle mit 1,5:4,5 unterlagen.
Alle Teams reisten nahezu in Bestbesetzung nach Mülheim und auch die Gastgeberinnen setzten ihre sechs stärksten Spielerinnen ein, so dass Interessierte vor Ort oder bei der Live-Übertragung im Internet Schachsport auf höchstem Niveau verfolgen konnten.
Die Mülheimerinnen hatten sich für die Samstagspartie gegen den direkten Tabellennachbarn aus dem sächsischen Rodewisch eigentlich einen Sieg ausgerechnet. Am Ende mussten sie sich jedoch mit einer Punkteteilung zufrieden geben.
Die Nord-Spielerinnen Anna Zozulina an Brett zwei und Zoya Schleining (Brett drei) einigten sich mit ihren starken Gegnerinnen auf ein Remis. Teamkollegin Oksana Vovk verlor am fünften Brett glatt gegen Claudia Steinbacher. Die Dänin, die gebürtig aus der Ukraine stammt, erwischte kein gutes Wochenende.
Besser machten es ihre Mitspielerinnen an Brett vier und sechs. Olga Kalinina überfuhr ihre Gegnerin Martina Korenova geradezu und sicherte sich verdient einen Punkt. Auch Anna Rudolph fand sich nach der Eröffnung in einer guten Stellung. Gegnerin Hanna Kubikova kam mit dem Druck, den Rudolph durch geschicktes Abtauschen von Figuren forcierte, nicht zurecht. So holte sich die Mülheimerin schnell den Sieg zu zwischenzeitlichen 3:2-Führung.
Nord-Akteurin Inna Gaponenko am ersten Brett spielte mit Schwarz sehr überzeugend und hatte sich sogar eine Gewinnstellung erarbeitet. Dann machte sie ihren Vorteil jedoch durch einen schlechten Zug zunichte und musste die Partie verloren geben.
Am Sonntag waren die Mülheimerinnen gegen den favorisierten USV Volksbank Halle chancenlos. Gaponenko, Zozula und Schleining schlugen sich an den ersten drei Brettern zwar beachtlich und konnten jeweils ein Remis herausholen. Die Partien von Kalinina und Vovk gingen jedoch schnell verloren. An Brett sechs spielte Anna Rudolph dann zu risikoreich, so dass Halle einen klaren Erfolg einheimsen konnte.
„Gegen die Rodewischer Schachmiezen hatten wir uns einen Sieg erhofft. Das Duell gegen Halle war allerdings eine Katastrophe.“, resümierte Mannschaftsverantwortlicher Hans-Ernst Reiter.
Im Kampf um den Klassenerhalt hat der SV Nord aber noch alle Chancen. Die Partien gegen die direkten Konkurrenten TSV Schott Mainz und SV Stuttgart-Wolfbusch stehen noch aus.
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