Emrah Cinar spielt dem VfB Speldorf einen Streich

Lukas Weiß & Co. fehlte in Schonnebeck nur die Kaltschnäuzigkeit zu einer Überraschung.
Lukas Weiß & Co. fehlte in Schonnebeck nur die Kaltschnäuzigkeit zu einer Überraschung.
Foto: Michael Dahlke
Was wir bereits wissen
Schonnebecks Torjäger trifft zweimal, obwohl die Speldorfer beim Tabellenführer ein gutes Spiel machen. Vor dem Tor fehlt die Cleverness.

Spvg Schonnebeck -
VfB Speldorf 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Cinar (36.), 2:0 Cinar (78.)

VfB: Pleß – Weiß, Zorlu, Fritsch, Steinmetz – Fritzsche, Mharchi (64. Bartmann) – Gürbüz (85. Ibrahimi), Freyni, Bayraktar – Bongers (53. Ademovic)

Wenn es eine Quintessenz aus den ersten vier Rückrundenspieltagen der Fußball-Landesliga gibt, dann die: dem VfB Speldorf fehlt es noch an Cleverness vor dem gegnerischen Tor. Denn mit einer besseren Chancenauswertung wäre im Duell beim Tabellenführer Spvg Schonnebeck durchaus ein Punktgewinn möglich gewesen. So aber bleibt es beim Konjunktiv und Schonnebeck feiert einen 2:0 (1:0)-Heimsieg.

„Ich habe meiner Mannschaft heute nichts vorzuwerfen. Der Einsatz stimmte bei jedem Einzelnen. Aber es reicht einfach nicht, in einer solchen Partie nur mitzuspielen“, sagte VfB-Trainer Oliver Röder unmittelbar nach dem Schlusspfiff.

In der ersten Halbzeit attestierte der Coach seiner Mannschaft ein „gutes bis sehr gutes Spiel“. Die Mülheimer lieferten sich mit dem Tabellenersten ein Duell auf Augenhöhe und erspielten sich sogar ein Chancenplus. Dass aber die Effektivität im Fußball eben eine der größten Qualitäten ist, bekam der VfB in der 36. Minute zu spüren. Im Vorwärtsgang verloren die Gäste an der Mittellinie den Ball, die Essener schalteten blitzschnell um, leiteten einen Konter über die rechte Seite ein, der Ball kam zu Torjäger Emrah Cinar, der den Ball von der Strafraumgrenze zur Führung unter die Latte jagte.

Vom Rückstand ließen sich die Mülheimer aber nicht umwerfen, sondern spielten weiter nach vorn. „Einen Unterschied zwischen dem Tabellenersten und dem Neunten war für mich nicht zu erkennen“, so Oliver Röder.

Bayraktar hat die beste Chance

Doch das Manko der schlechten Chancenauswertung brach den Speldorfern auch diesmal das Genick. In der 63. Minute hatte Ibrahim Bayraktar die größe Möglichkeit, als er erfolgreich auf einen Rückpass lauerte und ihm nur wenige Zentimeter fehlten, um den Ball am Torwart vorbei zu spitzeln.

Die Vorentscheidung reslutierte aus einem schnell ausgeführten Einwurf der Schonnebecker. Emrah Cinar konnte beinahe unbedrängt in den Strafraum eindringen und aus spitzem Winkel abziehen. Da der Schuss noch abgefälscht wurde, hatte VfB-Keeper Alexander Pleß keine Chance.

Damit war die Entscheidung zugunsten des Spitzenreiters gefallen. „Mit einem Anschlusstreffer hätten wir das Spiel vielleicht noch einmal scharf gemacht“, meinte Röder. Doch ein Treffer blieb den Gästen an diesem Sonntag verwehrt. Laut Röder hatte Schonnebeck sein Team vor allem durch die größere Effizienz geschlagen. „Ich habe vier Torchancen gezählt, davon waren zwei drin. Das ist eine Stärke, die uns im Moment einfach noch fehlt“, ärgerte sich der Speldorfer Coach.

Doch er konnte der Begegnung am Schettersbusch auch etwas Positives abgewinnen. „Wir haben gesehen, dass wir uns vor keinem verstecken müssen. Es muss aber auch unser Anspruch sein, in solchen Spielen punkte zu holen oder sie sogar einfach mal zu gewinnen.“