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Eitel Sonnenschein beim VfB

23.10.2012 | 16:45 Uhr
Eitel Sonnenschein beim VfB
Kleine Leute mit großem Einsatz: Gastgeber VfB Speldorf im Spiel gegen Jahn Delmenhorst.Foto: Stephan Glagla

Die Sonne lacht vom Himmel. Auf der Sportanlage an der Saarner Straße herrscht Volksfeststimmung. Kinder und Erwachsene rennen in T-Shirts umher – das Ende Oktober. Mit der Sonne strahlt Stephan Peltzer um die Wette.

„Seit der Wetterbericht raus ist, habe ich nur noch ein Dauergrinsen“, sagt der Jugendwart des VfB Speldorf, der mit vielen Helfern zum ersten Mal den internationalen U11-Herbst-Cup ausgerichtet hat. Peltzer ist ein gefragter Mann an diesem Wochenende. So ziemlich alle wollen irgendetwas von ihm wissen. Zwischendurch findet er doch noch ein paar Minuten Zeit zum Durchatmen. „Ich habe es mir eigentlich schlimmer vorgestellt. Aber wir mussten das Rad ja auch nicht neu erfinden. Das Turnier ist zwar größer als alle vorherigen, aber es weiß jeder, was er zu tun hat“, erklärt der Organisator. 18 bis 20 Helfer sind im Einsatz. Einige weitere außerdem am Sonntag auf dem Platz von Blau-Weiß Mintard. Dort spielen die Mannschaft, die am Samstag nicht den Sprung in die Endrunde geschafft haben. Sie duellieren sich bei der so genannten Silberrunde.

Nur zufriedene Gäste

Von den zahlreichen Gästen – insgesamt waren 40 Mannschaften zu Gast – gab es laut Peltzer nur positive Rückmeldungen. Die Unterbringung der Kinder in Gastfamilien sei völlig reibungslos verlaufen. „Einige Kinder mussten sich erst ein bisschen daran gewöhnen und hatten wohl Heimweh, aber das war halb so wild.“ Die Teams von Djurgadens Stockholm und vom VfL Wolfsburg waren schon seit Freitag in Mülheim.

Die größte Schwierigkeit sei im Vorfeld die Größe und Anzahl der Speisen gewesen. „Wie viele Würstchen kaufst du? Wie viel Liter Kaffee? Da kannst du dich im Vorfeld ganz schön verkalkulieren. Aber wir wollennatürlich gerne mit einer schwarzen Null aus dem Turnier gehen“, sagt Peltzer. Der erste Tag sei bereits sehr gut gelaufen.

Das Wetter spielt dem Verein mächtig in die Karten. „Ich will nicht wissen, was bei Dauerregen gewesen wäre“, mutmaßt der Organisator und ergänzt: „Ein solches Traumwetter konnte man Ende Oktober fast nicht erwarten.“ Im Juli sind für alle Helfer T-Shirts bestellt worden. „Viele fragten sich damals, warum wir nicht Regenjacken kaufen oder wenigstens dicke Pullis. Jetzt haben wir alles richtig gemacht“, kommt Peltzer aus dem Strahlen nicht mehr heraus.

Auf dem grünen Rasen tummeln sich vier Teams gleichzeitig. Es wird auf zwei Kleinfeldern gespielt. Während in den unteren Klassen oft noch der Spielvariante „Wir rennen alle gemeinsam dem Ball hinterher“ gefrönt wird, sehen die Partien in der Endrunde richtig nach Fußball aus. „Manche stolpern zwar aufgrund ihrer Körpergröße über den Ball, können ansonsten aber super mit ihm umgehen“, schwärmte Michael Bido, der die Turnierleitung übernommen hat.

Das Niveau ist so hoch, dass alle Mülheimer Temas sich nach der Vorrunde verabschieden mussten. Im internationalen Vergleich schnitten die deutschen Bundesligisten wesentlich besser ab. Mit den Bohemians Prag schaffte nur ein ausländischer Club den Sprung ins Viertelfinale. Die restlichen Sieben blieben in der Zwischenrunde auf der Strecke. Sieger wird der Hallesche FC nach dem Finalsieg über den MSV Duisburg. Im kleinen Finale übte Borussia Dortmund Revanche für die Derby-Niederlage gegen Schalke 04. „Das war nicht das letzte Turnier dieser Art“, verspricht Stephan Peltzer.

Marcel Dronia


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