Eine glatte Eins für nahezu perfekte Choreographie

Ganz nah an der Perfektion: Die Wertungsrichter zückten sieben Mal die Note eins für die ausdrucksstarke und schwungvolle Bremer A-Formation.
Ganz nah an der Perfektion: Die Wertungsrichter zückten sieben Mal die Note eins für die ausdrucksstarke und schwungvolle Bremer A-Formation.
Foto: WAZ FotoPool

Gerade Linien und runde Kreise, harmonische und gut lesbare Übergänge zwischen den „Bildern“ — dies sind einige wichtige Kriterien für die Wertungsrichter im Formationstanz. Ihre Choreographie nahezu perfekt vorgetragen haben wieder einmal die Tänzerinnen und Tänzer des Grün-Gold-Clubs Bremen am Bundesliga-Wettkampftag in der Mülheimer RWE-Sporthalle. Die Belohnung für die Darbietung im „Großen Finale“: Die sieben Wertungsrichter zückten allesamt die „Eins“.

Die Bremer Formation ist eine Klasse für sich. Seit acht Jahren wurde sie ohne Unterbrechung deutscher Meister. Als deutsches Nationalteam wurde sie bereits sechs Mal Welt- und drei Mal Europameister. „Der Grün-Gold-Club Bremen ist ein großer Verein mit einem guten Unterbau, also viel Nachwuchs. Aufgrund der Erfolge gehen die Tänzerinnen und Tänzer in der Bundesliga mit einem ganz anderen Selbstvertrauen auf das Parkett als die Konkurrenten“, erklärt Astrid Kallrath, Trainerin der Formations-Gemeinschaft TSZ Velbert/TC Seidenstadt Krefeld, Ausrichter des Bundesliga-Wettkampftages in Mülheim.

Kallrath hätte sich für ihre Formation den zweiten Platz gewünscht. Doch es kam anders. Hinter dem Bremer A-Team sicherten sich die FG TSZ Aachen/TD TSC Düsseldorf Rot-Weiß und das Bremer B-Team die Silberpokale für die Podestplätze. Die Tänzerinnen und Tänzer feierten die Top-Platzierungen während und nach der Siegerehrung beinahe wie einen Meistertitel.

Die Gemeinschaft der Velberter und Krefelder Tänzerinnen und Tänzer belegte den vierten Platz. Astrid Kallrath war enttäuscht: „Wir sind unzufrieden, denn wir wollten auf dem zweiten Platz landen. So haben wir auch das Training aufgezogen. Im Finale habe ich die anderen Teams nicht sehen können und kann deshalb nichts zur Relation sagen. Aber ich bin schon sehr verwundert, denn wir haben ein tolles Finale gezeigt — fehlerfrei und sehr emotional.