Eindeutige Rollenverteilung

Auf Marc auf’m Kamp muss der HSV Dümpten am Sonntag verzichten.
Auf Marc auf’m Kamp muss der HSV Dümpten am Sonntag verzichten.
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Was wir bereits wissen
Der HSV peilt auch ohne Marc auf’m Kamp einen Pflichtsieg an. Styrum muss gleich vier Spieler ersetzen. Saarn trifft auf ein Team aus dem Mittelfeld.

Mit Styrum und Dümpten gehen zwei Mülheimer Handball-Ligisten an diesem Wochenende als klarer Favorit in ihre Spiele, in der Parallelgruppe will Saarn die Wiedergutmachung für die bisher einzige Heimniederlage und die HSG-Reserve nur das Beste aus ihrer schlechten Situation machen.

HSV Dümpten – DJK Winfried Huttrop (Sonntag, 17 Uhr, Boverstraße).
Eindeutiger könnten die Rollen nicht verteilt sein: Der Tabellenführer aus Mülheim trifft auf den Vorletzten aus dem Essener Südosten. Dennoch warnt Dümptens Trainer Jan Kassen davor, sich schon vorab als der sichere Sieger zu sehen. „Es geht immer darum, die Favoritenrolle auch auf dem Platz umzusetzen“, sagt Kassen. Zudem haben die Huttroper in den vergangenen Wochen eine aufsteigende Leistungskurve gezeigt und zwei von drei Spielen gewonnen. Mit Rückraumspieler Marc auf’m Kamp fehlt den Dümptenern ein wichtiger Spieler, außerdem ist der Einsatz von Marek Scharfenberg noch fraglich. Kassen: „Doch wir bleiben natürlich der Favorit und ich erwarte einen klaren Sieg.“ Der HSV-Coach setzt am Sonntag vor allem darauf, die hohe Fehlerquote der Essener konsequent zum eigenen Vorteil auszunutzen.


TV Cronenberg – DJK Styrum 06 (Samstag, 17 Uhr, Raumerstraße). Beim Liga-Dritten aus Styrum sind die Voraussetzungen ähnlich, ein Sieg gegen den abstiegsbedrohten TV Cronenberg ist eigentlich Pflicht – trotz der angespannten Personalsituation. Mit David Pollak, Marvin Siemes, Marcus Tapp, Sascha Hidding und Simon Schoofs fehlen Trainer Carsten Quass gleich fünf Akteure. „Wir müssen alles geben, um gegen Cronenberg zu gewinnen“, sagt Quass nicht nur aufgrund der Personalnot. „Die Essener sind in der heimischen Halle immer stark und haben auch ein gutes Publikum.“ Dass eine klare Favoritenrolle auch lähmen kann, bewiesen die Styrumer am vergangenen Spieltag. Gegen Schlusslicht Überruhr hatten sie lange Zeit größere Schwierigkeiten und gewannen letztlich nur knapp. Trotzdem: Alles anderes als zwei Punkte wären für die Styrumer eine Enttäuschung.


TV Borken – VfR Saarn (Sonntag, 11.15 Uhr, Parkstraße). Die Saarner dürften sich nur ungern an das Hinrundenspiel gegen den TV Borken erinnern. Mit 26:28 verloren sie gegen die Münsterländer – es war die bisher einzige Niederlage in der heimischen Halle in dieser Saison. Nun soll Wiedergutmachung her gegen den Achtplatzierten. „Vom Tabellenstand kann man aber nicht gehen, weil die Liga so ausgeglichen ist“, sagt VfR-Trainer Frank Rademacher. Auch wenn seine Mannschaft Rang zwei belegt, ein Selbstläufer werde das Duell mit Borken nicht. „Es ist in solchen Spielen ganz entscheidend, wer weniger Fehler macht“, so Rademacher. „Es wird aber auch auf die Tagesform ankommen.“ Mit Lukas Banse hat er einen längerfristigen Ausfall zu beklagen. Der Rückraumspieler hat sich am vergangenen Spieltag am Außenband verletzt und fällt mehrere Wochen aus.


TV Biefang – HSG Mülheim II (Samstag, 17 Uhr, Biefangstraße). „Wir haben nichts zu verlieren und wollen so gut wie möglich Abschneiden“, sagt HSG-Trainer Jürgen Musebrink vor dem Duell mit den Oberhausenern. Gute Nachrichten sind beim Tabellenletzten derzeit rar, daher denkt Musebrink gerne an das Hinrundenspiel zurück. Am dritten Spieltag gelang seiner Mannschaft gegen Biefang der bisher einzige Sieg und damit gleichzeitig der einzig Punktgewinn in dieser Saison. Musebrink: „Wir müssen aus unserer Situation einfach das Beste machen.“