Ein Jahr ohne Championat

Deutschlands Hockey-Junioren haben - nach dem Gewinn des WM-Titels 2013 und der Silbermedaille bei der Europameisterschaft 2014 - ein Jahr ohne Championat vor der Brust. Für Bundestrainer Valentin Altenburg steht die Entwicklung des Kaders (mit Max Godau, Timm Herzbruch, Lennart Küppers und Ferdinand Weinke vom HTC Uhlenhorst) im Mittelpunkt, wird es doch 2016 mit der Europameisterschaft im Juli und der Weltmeisterschaft im Dezember in Indien gleich zwei ganz große Gradmesser für die Talente des Deutschen Hockey-Bundes geben.

Die Entwicklung vorantreiben

„Wir werden die Weiterentwicklung des Teams im technischen und taktischen Bereich durch einer guten Mischung aus Länderspielen und Lehrgängen vorantreiben“, so Altenburg. „Schwerpunkte werden im Bereich Athletik und Zweikampfverhalten liegen“, so der Bundestrainer weiter, „weil hier erfahrungsgemäß der Schritt zum A-Kader am größten ist.“ Nach Lehrgängen in Köln und Hamburg im Frühjahr geht es im Sommer in Länderspielvergleiche unter anderem mit der Schweiz und England.

Der Sultan of Johor Cup in Malaysia im Oktober ist - wie schon ein Jahr vor den Weltmeisterschaften 2009 und 2013 - eine gute Gelegenheit, mit dem Kader zwölf Monate vor einer WM in ähnlichem Klima wie später bei der WM in Indien gegen die Weltspitze zu testen und Erfahrungen zu sammeln.

Für die deutschen Hockey-Juniorinnen mit Maike Schaunig und Alica Wahl vom HTC Uhlenhorst ist das Jahr 2015 ebenfalls eines ohne große Championate. Mit der Silbermedaille von der EM 2014 im Gepäck geht es für Bundestrainer Marc Haller nun darum, den Kader für die nächste Weltmeisterschaft zu formen und weitere Talente für den deutschen A-Kader zu entwickeln, nachdem die Damen-Nationalmannschaft im Dezember ja bereits einige Nachwuchskräfte bei der Champions Trophy dabei hatte.

Haller: „Natürlich bleibt auch abzuwarten, welche Spielerinnen in den A-Kader aufrücken, und wie dessen Qualifikationsjahr für Rio läuft.“ Ansonsten hat der U21-Bundestrainer auch ein Auge auf die jüngeren Jahrgänge, die sich 2015 bei der U18-Europameisterschaft präsentieren werden, denn dort zeigen sich die Spielerinnen des Jahrgangs 1997, die für Haller hinsichtlich der nächsten Weltmeisterschaft 2016 (Ende November in Santiago de Chile) interessant werden. „Nach der U18-EM in diesem Jahr beginnt für uns eigentlich schon die Vorbereitung auf die U21-WM 2016“, so der Coach.

Als erster Härtetest mit den für die Weltmeisterschaft in Frage kommenden Jahrgängen 1995, 1996 und 1997 gilt dann die Drei-Nationen-Länderspielserie Ende Juli. Weitere Maßnahmen sind angedacht.