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Durchmarsch in die Erste Liga

16.03.2010 | 20:24 Uhr
Durchmarsch in die Erste Liga

Den Durchmarsch von der Regionalliga in die Erste Bundesliga feierten die Schachspielerinnen des SV Nord. Am letzten Zweitliga-Wochenende fuhren sie zwei weitere Siege ein.

Im Steinfurter Schachpavillon gelang den Mülheimerinnen, die ins Bestbesetzung angetreten waren, ein 4,5:1,5-Erfolg über Verfolger SV Wattenscheid. „Es war relativ schnell klar, dass wir diese Begegnung für uns entscheiden würden“, sagte Nord-Mannschaftsführerin Brigitte Reiter. Heike Vogel, Xenia Lazo und Marina Roitburd gewannen ihre Partien. Am sechsten Brett übersah Isabel Hund im Duell gegen Tanja Kraus ihre Gewinnchance und musste sich am Ende mit einem Remis begnügen. Unentschieden spielten auch Anna Rudolph und Oksana Vovk.

Da ein Sieg im Match gegen den Dortmunder SV vorprogrammiert war, starteten die Mülheimerinnen schon am Abend in einem Steinfurter Hotel den ersten Teil ihrer Aufstiegsfeier. Im Duell gegen die Dortmunderinnen hinterließen die Nord-Spielerinnen dennoch einen aufgeweckten Eindruck. Anna Rudolph, Xenia Lazo, Marina Roitburd, Agnes Stoer und Brigitte Reiter siegten. Oksana Vovk spielte remis. „Oksana benötigte noch ein Unentschieden, um sich für die dänische Männermeisterschaft zu qualifizieren“, erklärte Reiter, warum die Dänin auf Nummer sicher ging und nicht voll auf Sieg gespielt hatte.

Der Aufstieg ist auch so unter Dach und Fach gebracht worden. Die Mülheimerinnen, die unmittelbar nach dem Spiel gegen die Dortmunderinnen den zweiten Teil der Aufstiegsfeier folgen ließen, gewannen sechs von sieben Saisonpartien und mussten sich nur im Match gegen den SC Steinfurt mit einem 3:3 zufriedengeben. In der Abschlusstabelle liegt der SV Nord mit 13:1 Punkten auf dem ersten Platz. Dahinter landeten der SK Doppelbauer Kiel (12:2), der SK Delmenhorst (8:6) und der SV Wattenscheid (7:7).

Im Hinblick auf die kommende Saison in der 1. Bundesliga, in der zwölf Mannschaften starten werden, hoffen die Mülheimerinnen noch auf eine Verstärkung an einem der oberen Bretter. „Einige Spielerinnen haben Kontakt zu uns aufgenommen. Wichtig ist, dass ein Neuzugang menschlich zu uns passt. Das ist uns wichtiger als der sportliche Erfolg“, sagt Brigitte Reiter, die fortfährt: „Mit unserer jetzigen Mannschaft können wir aber auch schon den Klassenerhalt schaffen.“

Marcus Lemke

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