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Duell der Seriensieger

17.10.2009 | 00:41 Uhr

Der Tanz auf drei Hochzeiten geht für den VfB Speldorf weiter. Nun konzentrieren sich die Mülheimer wieder auf die NRW-Liga. Am Samstag, dem 17. Oktober, treten sie bei Alemannia Aachen II an. Der Xantener Schiedsrichter Felix Schmitz pfeift die Begegnung um 15 Uhr im alten Tivoli-Stadion an.

Rafael Synowiec absolvierte nach dem Pokalspiel in Krefeld nur Lauftraining, weil er eine Oberschenkelprellung erlitten hatte. In Aachen zählt der Verteidiger aber zum Kader. (Foto: Stephan Glagla)

Am vergangenen Dienstag zogen die Speldorfer durch einen 5:3-Auswärtserfolg nach Elfmeterschießen über den KFC Uerdingen ins Verbandspokal-Viertelfinale ein. Der Kreis-Wettbewerb steht in dieser Saison auch noch an.

Natürlich genießt Dirk Wißel die zahlreichen Pokalerfolge, doch sein Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf der Meisterschaft. „Im Pokalwettbewerb ist es leichter, sich ins Rampenlicht zu spielen. Aber letztendlich werden wir an unserer Leistung in der NRW-Liga gemessen”, sagt der VfB-Coach.

In Aachen treffen zwei Seriensieger aufeinander. Die Mülheimer feierten nach einem Formtief zuletzt zwei Siege in der Meisterschaft (3:1 gegen den VfB Hüls und 2:1 in Siegen) sowie den Pokalerfolg über den KFC Uerdingen. Gastgeber Aachen II triumphierte in der NRW-Liga dreimal in Folge (4:2 bei Fortuna Köln, 3:0 gegen den SV Schermbeck und 2:0 bei der TSG Sprockhövel) und kletterte damit auf den fünften Tabellenplatz.

Alemannia-Reserve ist eine junge Truppe 

Die Alemannia-Reserve besteht ausschließlich aus jungen Akteuren, die zwischen 18 und 24 Jahre alt sind. Das hat für die Speldorfer Vor- und Nachteile. „Zweite Mannschaften von Profiklubs haben technisch und taktisch gut ausgebildete Spieler, die versuchen, den Sprung nach oben zu schaffen. Die laufstarken Aachener werden uns alles abverlangen. Allerdings können wir eine größere Erfahrung vorweisen”, sagt Dirk Wißel.

Synowiec spielt trotz Prellung

Der Speldorfer Coach muss auf die Langzeitverletzten Christian Flöth, Apostolos Sakalakis und Kamil Kuzniarz sowie auf den erkrankten Kadir Mutluer (Grippe) verzichten. VfB-Rechtsverteidiger Rafael Synowiec hat im Pokalspiel am Dienstagabend eine Oberschenkelprellung erlitten und absolvierte deshalb erst einmal nur Lauftraining. Der Leistungsträger und Antreiber wird aber auf dem Tivoli zur Startformation zählen.

Muskuläre Probleme hat Dennis Hupperts, der nach einer auskurierten Verletzung noch an seiner Fitness feilt. Aber der Kapitän zählt ebenso zum Speldorfer Kader wie Ergänzungsspieler Marius Lippa, der eine Prellung am Fußgelenk auskuriert hat.

Marius Lippa hat seine Fußprellung auskuriert und konnte problemlos am Training teilnehmen. (Foto: Roy Glisson)

Das letzte Aufeinandertreffen beider Mannschaften gab es in der Oberliga Nordrhein am 9. März 2008. Der VfB verlor sein Heimspiel mit 0:2 Treffern. In der Hinrunde waren damals keine Tore gefallen.

Diesmal wünscht sich Dirk Wißel ein Erfolgserlebnis auf dem Aachener Tivoli. Mit dem alten Stadion verbindet er einen schönen Moment in seiner aktiven Laufbahn. Vor 20 Jahren bestritt der heutige VfB-Coach dort sein erstes Zweitligaspiel im Trikot von Rot-Weiß Essen. Gewinnen wollen die Speldorfer am Samstagnachmittag auch schon deshalb, weil sie nach ihrer Rückkehr einen Mannschaftsabend verbringen werden. Die Stimmung würde durch einen Sieg angeheizt werden.

Sieben Ausfälle bei den Gastgebern

VfB-Trainer Dirk Wißel muss am Samstagnachmittag im Duell bei Alemannia Aachen II auf vier Spieler verzichten. Die Verletztenliste ist beim Gastgeber sogar noch größer. Tim Krumpen, Waldemar Schattner, Timur Weilbier (alle Schambeinentzündung), Andreas Korte (Meniskusverletzung), Narciso Lubasa (Oberschenkelverletzung) und Daniel Engelbrecht (Außenbandriss im Fuß) fehlen ebenso wie der nach seiner Achillessehnenverletzung gerade wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrte Stürmer Alexander Keller. Das Angriffsduo bilden die beiden 18-jährigen Alper Uludag (Belgien) und Zlatko Muhovic (Bosnien-Herzgowina).

Viele Zuschauer werden im Match gegen den VfB Speldorf nicht erwartet. Bislang spielte das Alemannia-Reserveteam vor durchschnittlich 200 Fans.

Marcus Lemke

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