Die spannendste Liga im Revier

Der SC Croatia (weißes Trikot) hat im Kampf um den Aufstieg die Pole Position übernommen. Auch der 1. FC Mülheim (rot-schwarzes Trikot) liegt vier Spieltage vor Schluss noch in Lauerstellung.
Der SC Croatia (weißes Trikot) hat im Kampf um den Aufstieg die Pole Position übernommen. Auch der 1. FC Mülheim (rot-schwarzes Trikot) liegt vier Spieltage vor Schluss noch in Lauerstellung.
Was wir bereits wissen
In der Kreisliga A haben vier Spieltage vor Schluss noch sechs Mannschaften die Chance auf den Aufstieg. Ein Mülheimer Trio ist mitten drin

Die Gruppe eins der Fußball-Kreisliga A im Kreis Mülheim/Duisburg/Dinslaken ist die vielleicht spannendste Liga im gesamten Ruhrgebiet. Vier Spieltage vor Schluss dürfen sich noch sechs Mannschaften Hoffnungen auf den Aufstieg machen.

Seit dem vergangenen Sonntag wird die Liga von einem Mülheimer Duo angeführt. Der SC Croatia (47 Punkte) liegt erstmals auf Platz eins, dicht gefolgt vom TuSpo Saarn (46). Dahinter liegen der TuSpo Huckingen (45), der Duisburger FV 08 (44), der 1. FC Mülheim (44) und die DJK Wanheimerort (43) in Lauerstellung.

Ist der SC damit nun der Favorit auf den Aufstieg in die Bezirksliga? „Nein, das denke ich nicht“, sagt Trainer Izzet Akdogan. „In dieser Liga ist das viel zu früh und außerdem hängt bei uns vieles von der Form ab.“ Beispiel gefällig? Die „Kroaten“ besiegten den aktuellen Verfolger Saarn in Summe mit 12:2 (7:1 und 5:1), verlor Ende März aber mit 0:4 gegen Schlusslicht Union 09. Gerade dieses fehlende Konstanz bei allen Spitzenmannschaften sorgt für die unglaubliche Spannung in der Liga.

„Oldies“ sorgen für Entlastung

Aktuell macht dem SC auch wieder die Personalsituation zu schaffen. Torwart Dennis Pandza ist während der nächsten zwei Spiele im urlaub, André Kasumovic ist gesperrt, Timo lo Bue und Marko Zovko sind verletzt. An Einfallsreichtum mangelt es den Styrumern aber nicht. Vor kurzem zauberte Trainer Izzet Akdogan während einer schwierigen Situation plötzlich einige „Oldies“ wie Ex-Trainer Robert Babic aus dem Hut – mit Erfolg. „Vielleicht machen wir das am Sonntag wieder“, sagt Akdogan vor dem Duell gegen den SV Wanheim (15 Uhr, Moritzstraße).

Verfolger Saarn spielt seit Wochen konstant, hat seit acht Spielen nicht mehr verloren. „Prinzipiell traue ich der Mannschaft alles zu“, sagt Trainer Thomas Stedter. Zuletzt hat sein Team die beiden Tabellenführer Wanheimerort und Huckingen geschlagen – zu Null! „Jetzt treffen wir mit Union auf einen Abstiegskandidaten. Da wird sich zeigen, ob wir da auch so konzentriert zu Werke gehen“, sagt der Coach. Dass sein Team mit eben Union, dem RSV, Heimaterde und Speldorf II das leichteste Restprogramm hat, bestreitet Stedter. „Wir spielen gegen drei Mannschaften, die noch gegen den Abstieg kämpfen. Für die geht es auch um alles.“

Ärgerlich für die Saarner: Am Wochenende verletzte sich Torwart Nico Scholz an der Hand, auch Ersatzmann Sven Heiligenstadt ist nach einem Handbruch noch angeschlagen. Verletzt sind auch Jan van de Wetering und Florian Höser, David Nipken und Marcel Spennhoff sind angeschlagen. Jörn Mühlenbrock ist aus dem Urlaub zurück.

Die erstaunlichste Entwicklung hat der 1. FC Mülheim durchgemacht. An den ersten elf Spieltagen gelangen den „Löwen“ gerade einmal zwei Siege, die ersten sechs Runden verliefen komplett ohne „Dreier“. Doch es folgte eine Serie mit sieben Siegen hintereinander. Seit de beiden Niederlagen gegen Raadt und Speldorf II Anfang März hat der 1. FC nicht mehr verloren. Auf drei Remis folgten zuletzt wieder drei Siege.

Was ist noch drin für den Tabellenfünften? „Wir wollen das bestmögliche herausholen“, sagt Trainer Wolfgang Heil. Im Aufstiegskampf sieht er die Rolle seines Teams aber realistisch. „Wir haben keine hohen Ansprüche. Letztes Jahr waren wir Sechster. Platz vier oder fünf wäre also super für uns.“