Die Sebastian-Freyni-Show beim VfB Speldorf

Philipp Bartmann (2.v.l.) feiert Sebastian Freyni (l.) nach dessen Treffer zum 1:0.
Philipp Bartmann (2.v.l.) feiert Sebastian Freyni (l.) nach dessen Treffer zum 1:0.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Stürmer des Landesligisten steht im Duell gegen den VfB Bottrop fast immer richtig und erzielt fünf Treffer. Auch Ibrahim Bayraktar überragt

VfB Speldorf -
VfB Bottrop 8:1 (3:1)

Tore: 1:0 Freyni (27.), 2:0 Siminenko (30.), 2:1 Bouterfas (44.), 3:1 Freyni (45.+1), 4:1 Freyni (51.), 5:1 Freyni (63.), 6:1 Bayraktar (77.), 7:1 Bayraktar (83.), 8:1 Freyni (84.)

VfB: Pleß – Weiß, Bartmann, Fritsch, Steinmetz – Zorlu (64. Mharchi), Fritzsche (80. Iyilik) – Gürbuz, Freyni, Bayraktar – Siminenko (75. Ademovic)

„Jetzt stimmt die Quote“, ruft Sebastian Freyni seinem Trainer nach dem Abpfiff zu. Oliver Röder, Coach des Fußball-Landesligisten VfB Speldorf, antwortet mit einem verschmitzten Lächeln. Seitdem der Stürmer in der Winterpause zu den Grün-Weißen wechselte, ist ihm in der Liga noch kein eigener Treffer gelungen. Dieses Versäumnis holte er am Sonntagnachmittag gleich mehrfach nach. Mit fünf Treffern war er maßgeblich am 8:1 (3:1)-Kantersieg der Mülheimer gegen den VfB Bottrop beteiligt.

Der Erfolg ist auch in der Höhe völlig verdient, da die gut 150 Zuschauer an der Saarner Straße von Beginn an ein Spiel auf ein Tor sahen. In der 27. Minute eröffnete Freyni den Torreigen, nachdem er einmal quer durch den Strafraum gelaufen war und am Ende den Bottroper Keeper Marco Rinski getunnelt hatte. Nur drei Minuten später erhöhte Michael Siminenko auf 2:0. Den Szenenapplaus holte sich aber vor allem Vorbereiter Ibrahim Bayraktar ab, der gleich drei Verteidiger austanzte und dann mustergültig für Siminenko auflegte, so dass der nur noch einzuschieben brauchte.

Dass Trainer Oliver Röder doch noch einen „unentspannten Moment“ bekam, sorgte sein Team in der 44. Minute. Bei einem langen Pass auf die rechte Seite schlief der VfB völlig, Ibrahim Akkaya konnte ungehindert flanken und in der Mitte stand der eingewechselte Mohamed Bouterfas genau richtig.

„So ein Anschlusstreffer kann eine vermeintlich klare Führung immer noch ins Wanken bringen“, sagte Röder nach dem Spiel. Dass der VfB doch in der Spur blieb, dafür sorgte Sebastian Freyni mit dem vielleicht wichtigsten Speldorfer Treffer an diesem Sonntag. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte rettete Metehan Gürbüz den Ball vor dem Toraus, Freyni sprintete in den Pass und stellte die alte Zwei-Tore-Führung wieder her.

Spätestens nach dem 4:1 durch Freyni nach toller Vorarbeit von Lukas Weiß (51.) war die Messe gelesen. Die restlichen 40 Minuten waren ein Schaulaufen für den befreit aufspielenden VfB Speldorf.

In Minute 63 legte Michael Siminenko mit einem starken Solo für Freyni auf, danach machte der neben dem Fünffach-Torschützen ebenfalls überragende Ibrahim Bayraktar mit dem Tor des Tages das halbe Dutzend voll. Per Hacke überwand der Keeper Rinski zum 6:1 und ließ sechs Minuten später auch noch Treffer Nummer sieben folgen. Den Schlusspunkt setzte Sebastian Freyni nach perfektem Zuspiel von Danny Steinmetz.

„Er hat heute einfach richtig gestanden. Ich habe ihm gesagt, dass er mehr im Zentrum bleiben soll und der Trainer hat halt manchmal auch Recht“, sagte Oliver Röder mit einem Schmunzeln.