Die helfende Hand beim KHTC

Ludwig Linneweber ist seit 1968 KHTC-Mitglied. Das Klubhaus ist ein beliebter Treffpunkt.
Ludwig Linneweber ist seit 1968 KHTC-Mitglied. Das Klubhaus ist ein beliebter Treffpunkt.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Ludwig Linneweber ist seit 1968 Mitglied beim Klub von der Mintarder Straße und ist stets zur Stelle, wenn handwerkliches Geschick verlangt wird.

Wenn es beim Kahlenberger Hockey- und Tennisclub wieder einmal heißt „eigentlich müsste man mal ..“, dann weiß Ludwig Linneweber schon, dass wieder sein handwerkliches Geschick gefragt ist. Immer wenn an der Mintarder Straße etwas neu gebaut wird oder etwas repariert werden muss, dann packt der 63-Jährige mit an. Und das schon seit über 40 Jahren.

Im Winter 1968 kam Ludwig Linneweber, den sie im Klub alle nur „Lulu“ nennen, durch Freunde zum KHTC. Damals erlebte er eine der wichtigsten Entwicklungsphasen des Vereins mit, den wenige Monate nach seinem Eintritt wurde der Grundstein für das Klubhaus an der Mintarder Straße gelegt.

Blau-weiß ein Leben lang

Seitdem er ist dem Klub vom Kahlenberg treu. Frei nach dem Motto: „Einmal blau-weiß, immer blau-weiß“. Früher als Hockeyspieler aktiv, greift Linneweber heute noch einmal in der Woche zum Tennisschläger. Viele seiner früheren Mannschaftskollegen, die sich schon seit der Schulzeit kennen bilden heute die sogenannten „Kahlis“. Seit 36 Jahren fahren die Männer jährlich gemeinsam in den Skiurlaub. „Früher mit dem Bus, heute ganz in Ruhe mit dem Zug“, erzählt Linneweber. Eine schöne Tradition. „Es ist wichtig, dass dabei auch die Frauen mitspielen“, weiß der langjährige Kahlenberger. Diese bildeten Anfang der 70er Jahre eine der ersten Damenmannschaften des Klubs. „Sie haben damals alle Spiele in der untersten Klasse verloren“, schmunzelt Linneweber heute über die Premierensaison.

Helfer beim Tribünenbau 2007

Nebem dem aktiven Sport bringt sich Ludwig Linneweber beim KHTC aber vor allem als helfende Hand ein. Sein handwerkliches Geschick wird allerorts geschätzt. Bei Feiern hilft er beim Aufbau des Festzeltes und kontrolliert die Stromanschlüsse. Auch die Ausstattung und der Ausbau der Hütte auf dem Klubgelände am Rande des Hockeyplatzes geht auf sein Konto. Im Klubhaus hat er die Küche ausgebaut, die Außenfassaden gestrichen und 2007 beim Bau der Tribüne geholfen. Dazu musste ein Teil der Wand zum Klubhaus abgerissen werden, um die Tür zur Tribüne dort einzubauen. Dank Linneweber und der „Kahlis“ finden bei den Heimspielen der Hockeymannschaften 150 Leute auf der Tribüne Platz.

„Er kennt einfach jede Ecke hier und ist mit allen Gegebenheiten vertraut“, weiß Linnewebers langjähriger Weggefährte und Freund Harald Hüsgen. „Lulu weiß sofort, was zu tun ist.“ Zuletzt war Linneweber auch am Bau des neuen zweiten Kunstrasenplatzes beteiligt, indem er Strom- und Wasserleitungen zur Spielstätte legte.

Das handwerkliche Geschick erlernte Ludwig Linneweber von Berufs wegen. Im evangelischen Krankenhaus ist er seit vielen Jahren Leiter der Werkstätten. „Aber nur noch bis 31. März, dann ist Schluss“, sagt Linneweber lachend.

Dann hat er unter Umständen noch mehr Zeit für seinen KHTC, für den er momentan als Beisitzer zum Vorstand gehört. Bei der Jahreshauptversammlung 2009 wurde er vom damaligen Vereinsvorsitzenden Dr. Michael Timm zum ersten lebenden Ehrenmitglied des Kahlenberger HTC ernannt. Diese Ehre war zuvor nur verstorbenen Mitgliedern zu Teil geworden.

Für den Vater einer Tochter und Opa von zwei Enkelkindern ist der Verein von der Mintarder Straße zu einem zweiten Zuhause und das Klubhaus zu einem Treffpunkt geworden. „Gleich ist hier eine Karnevalsgesellschaft zu Gast“, erläutert Linneweber während des Gesprächs mit der Sportredaktion und deutet auf die bunt gedeckten Tische. Der Mann ist immer bestens informiert. Und sollte wieder einmal etwas zu repaieren sein, dann heißt es wieder „es müsste mal gemacht werden“. Dann ist „Lulu“ wieder zur Stelle.