Deutsche Mannschaft gewinnt Länderspiel vor 3500 Fans

Der Uhlenhorster Lukas Windfeder (r.) absolvierte ein Länderspiel gegen Großbritannien in London.
Der Uhlenhorster Lukas Windfeder (r.) absolvierte ein Länderspiel gegen Großbritannien in London.
Foto: WAZ
Die deutsche Hockey-Nationamannschaft hat in London das Länderspiel gegen Großbritannien mit 2:1 (0:1) gewonnen. 3500 Zuschauer sahen sich diese Begegnung an.

Das deutsche Hockey-Nationalteam mit den beiden Uhlenhorstern Benedikt Fürk und Lukas Windfeder hat das Länderspiel gegen Gastgeber Großbritannien im Londoner Queen Elisabeth Park am Dienstagabend mit 2:1 (0:1) gewonnen. Das Stadion ist vom 18. bis zum 30. August Schauplatz der Feldhockey-Europameisterschaft 2015. Die Vorfreude scheint schon jetzt bei den englischen Hockeyfans groß zu sein. 3500 Zuschauer sahen sich das Länderspiel gegen die deutsche Auswahl an.

Bundestrainer Markus Weise musste kurzfristig auf seine Leistungsträger Moritz Fürste (Rückenprobleme), Florian Fuchs (Oberschenkelverletzung) und Christopher Rühr (grippaler Infekt) verzichten. Dennoch lief es für sein Aufgebot in London sehr gut. Weise: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel. Wir hatten in Summe in beiden Halbzeiten die größere Anzahl an Chancen. Die Mannschaft hat eine sehr griffige, konzentrierte Leistung gezeigt.“

Schon in der ersten Halbzeit bestimmte das DHB-Team weitestgehend die Partie. Der erste Treffer gelang aber den Gastgebern. Alistair Brogdon hatte sich in der 19. Minute gut in den Kreis gedribbelt und den deutschen Keeper Nicolas Jacobi (UHC Hamburg) mit einem Lupfer bezwingen können.

In der 41. Minute erzielte der Kölner Mats Grambusch im dritten Nachschuss nach einer Strafecke den längst überfälligen 1:1-Ausgleichstreffer. Nur wenige Sekunden später krönte Christopher Wesley vom Nürnberger HTC ein Solo von der Mittellinie aus mit dem Siegtreffer zum 2:1 (42.).

Im letzten Viertel der Begegnung versuchten die Briten, zum Ausgleich zu kommen. Doch die deutsche Mannschaft bewies in der Deckung eine hohe Stabilität. Lediglich in der 53. Minute vereitelte DHB-Keeper Nicolas Jacobi eine gute englische Möglichkeit. So blieb es beim verdienten 2:1 für Fürk, Windfeder & Co.

Zufrieden mit der Vorstellung der deutschen Mannschaft war auch Benedikt Fürk. „Es war – wie eigentlich immer gegen Großbritannien – ein laufintensives Spiel. Wir haben sehr gut verteidigt und kaum etwas zugelassen. Vorne hatten wir ein Chancenplus und somit war der Sieg auch völlig verdient. Es war eine deutliche Steigerung zu Mannheim“, sagte der Leistungsträger des HTC Uhlenhorst. Im März hatte das deutsche Team in Mannheim drei Partien gegen Großbritannien bestritten. Die Ergebnisse lauteten 2:6, 2:2 und 1:2.

Beeindruckt war Fürk von der Kulisse im Londoner Queen Elisabeth Park. Er sagte: „Für ein Testspiel waren 3500 Zuschauer schon mehr als beachtlich. Das war dementsprechend eine spezielle Atmosphäre.“

Wiedersehen in Hamburg

Die deutsche Nationalmannschaft trifft sich wieder vom 4. bis zum 6. Mai in Hamburg zu einem weiteren Lehrgang. Dann stehen zwei Länderspiele gegen Argentinien auf dem Programm. Vom 11. bis zum 13. Mai geht es weiter in Krefeld mit Länderspielen gegen Irland. Bevor es dann beim World-League-Halbfinalturnier in Argentinien (29. Mai bis 16. Juni) im Hinblick auf die Qualifikation für Olympia 2016 in Rio ernst wird, steht ein abschließender Lehrgang in Mannheim an (20. bis 23. Mai).