Deutsche Hockeyspieler fahren 2016 nach Rio

Die deutschen Spieler – mit Lukas Windfeder vom HTC Uhlenhorst in der Mitte – freuen sich über den Sieg.
Die deutschen Spieler – mit Lukas Windfeder vom HTC Uhlenhorst in der Mitte – freuen sich über den Sieg.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Olympiasieger Deutschland hat sich durch den 2:0-Sieg gegen Südkorea so gut wie sicher für Olympia 2016 qualifiziert.

Olympia 2016, wir kommen! Die deutsche Feldhockey-Nationalmannschaft hat sich am Donnerstagabend unserer Zeit in Argentinien eines der Tickets für die Sommerspiele 2016 zu 99 Prozent gesichert. Das Team von Markus Weise mit den beiden Verteidigern Lukas Windfeder und Benedikt Fürk vom Bundesligisten HTC Uhlenhorst besiegte die Auswahl Südkoreas mit 2:0 (0:0).

Mülheimer holt Strafecke heraus

Benedikt Fürk und Lukas Windfeder zählten im „Centro Nacional de Alto Rendimiento Deportivo“ zur Startformation der Mannschaft des Deutschen Hockey-Bundes (DHB). Die beiden Mülheimer sorgten mit ihren Kollegen in der Defensivreihe dafür, dass die fleißigen und schnellen Koreaner im Angriff kaum einen Stich bekamen. Lukas Windfeder und Benedikt Fürk schalteten sich zudem hin und wieder in die eigene Offensive mit ein.

Vierte Minute: Benedikt Fürk zieht von der rechten Seite in den gegnerischen Schusskreis ein und holt gegen den koreanischen Kapitän Lee Seungil in dieser frühen Phase schon die erste von insgesamt vier Strafecken heraus. Diese bringt allerdings nichts ein, weil Keeper Kim Jaehyeon den Ball reaktionsschnell abwehren konnte.

Defensiv machten aber auch der Weltranglisten-Achte aus Asien einen guten Job. Abgesehen von einem Pfostenschuss des Kölners Mats Grambusch hatte der Olympiasieger kaum eine nennenswerte Möglichkeit in der ersten Halbzeit — trotz des viel größeren Anteils am Ballbesitz.

Die Druckphase der Deutschen nahm im dritten Drittel zu. In der 38. Minute passte Mathias Müller (Rot-Weiss Köln) von links in die Mitte. Dort lauerte der Krefelder Niklas Wellen, der den Ball mit dem Rücken zum Tor stehend annahm, sich drehte und dem gegnerischen Keeper keine Abwehrchance ließ — 1:0 für Deutschland. Kurz vor dem Ende des dritten Abschnittes erhöhte der Hamburger Moritz Fürste im Anschluss an eine kurze Ecke mit einem knallharten Schuss auf 2:0 (45.).

Tobias Hauke vom Harvestehuder THC verpasste es, in der 48. Minute den Deckel auf die Partie zu machen. Keeper Kim konnte den Ball nach dem Rückhandschuss des Hamburgers parieren. In den letzten acht Minuten taten sich in der deutschen Deckung einige Lücken auf. Die Koreaner warfen nun alles nach vorne und kamen in dieser Schlussphase zu vier Torchancen, die sie in der Mittagshitze in Buenos Aires aber allesamt nicht nutzen konnten.

Nationalteam im Halbfinale

„Die Koreaner mussten aufgrund ihres Rückstandes hinten raus und wir wurden dadurch ein bisschen hektisch. In einigen Situationen herrschte bei uns ein bisschen Unordnung in der Defensive“, sagte Lukas Windfeder. Der Uhlenhorster Verteidiger meinte aber auch: „Fast die gesamte Spielzeit haben wir defensiv gestanden und eine kompakte Verteidigung gehabt. Die Koreaner waren wie erwartet unangenehm zu spielen. Insgesamt haben wir dieses schwierige Spiel gut gemeistert und uns verdient den wichtigen Sieg geholt.“

Der deutsche Halbfinalgegner – die Niederlande oder Spanien – stand bei Redaktionsschluss am Donnerstagabend noch nicht fest.