Der Traum von der Medaille

Die Zwillinge Annika und Maren Weber gehen vom 25. bis 28. Juni bei der Deutschen Jugendmeisterschaft auf dem Fühlinger See in Köln an den Start und verfolgen dabei hohe Ziele.
Die Zwillinge Annika und Maren Weber gehen vom 25. bis 28. Juni bei der Deutschen Jugendmeisterschaft auf dem Fühlinger See in Köln an den Start und verfolgen dabei hohe Ziele.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Zwillinge Annika und Maren Weber sind die größten Talente in der Rennrudergemeinschaft. Große Ziele bei der deutschen Meisterschaft.

Im Gespräch mit dieser Zeitung kommen Annika und Maren Weber noch etwas schüchtern daher. Dabei sind die beiden 16-jährigen Zwillinge die größten Talente der Mülheimer Rennrudergemeinschaft (RRGM). Mit großen Medaillenhoffnungen starten die beiden Mülheimerinnen vom 25. bis zum 28. Juni bei der Deutschen Jugendmeisterschaft auf dem Fühlinger See in Köln.

„Die beiden setzten die große Tradition erfolgreicher Mädchen in der RRGM fort“, erklärt Pressesprecher Manfred van Ackern. Trainer Philipp Uebachs, der das Duo seit bald zwei Jahren betreut, hat das Potenzial schon früh erkannt. „Beide sind sehr bewegungstalentiert und können vorgegebene Dinge sehr schnell umsetzen“, erklärt er.

Als Schwimmerin angefangen

Dabei hat Annika Weber ihre sportliche Laufbahn zunächst im und nicht auf dem Wasser begonnen – als Schwimmerin. Anschließend hat sie den Kanusport ausprobiert, ehe sie schließlich beim Rudern heimisch geworden ist. Schwester Maren konnte sie vor etwa drei Jahren ebenfalls für den Rudersport begeistern. Gemeinsam besuchen die Zwillinge die Realschule an der Mellinghofer Straße. Nach den Sommerferien steht der Wechsel aufs Karl-Ziegler-Gymnasium an. Das straffe Programm mit Schule und Sport kriegen die beiden 16-Jährigen zurzeit noch gut in den Griff. „Wir haben meistens genug Zeit zwischen Schule und Training“, sagt Maren.

Aber die Umfänge in beiden Bereichen dürften in Zukunft nicht weniger werden, schließlich verfolgen die Weber-Zwillinge hohe Ansprüche. „Bei der DM wollen wir schon eine Medaille abgreifen“, sagt Trainer Philipp Uebachs. Annika Weber spricht sogar einen genaueren Wunsch, begleitet von einem breiten Grinsen, laut aus: „Gold wäre schon nicht schlecht.“

Ob die Ambitionen berechtigt sind, werden die beiden Mülheimerinnen am Wochenende bei der DRV-Juniorenregatta in Hamburg feststellen. Das Event in der Hansestadt ist traditionell die Generalprobe für die deutsche Meisterschaft. Trainer Philipp Uebachs bringt es auf den Punkt: „Wer in Hamburg nicht dabei ist, der startet auch nicht bei der Deutschen Meisterschaft.“

Machen die beiden Webers noch jede Menge gemeinsam, werden sie beim Rudern mittlerweile getrennt. Denn Maren kann aufgrund ihres Gewichts noch im Leichtgewicht starten. Bis zur DM müssen aber noch knapp eineinhalb Kilogramm runter, um das erforderliche Gewicht auf die Waage zu bringen. „Ich muss es irgendwie schaffen“, sagt sie. Ihr Trainer verspricht: „Danach back’ ich dir einen Kuchen.“

Die größten Chancen bei der DM in Köln hat Annika Weber im Doppelzweier, den sie gemeinsam mit Carolin Rose vom ETuF Essen fährt. Maren Weber hat im leichten B-Einer die größten Möglichkeiten.

Bis dahin zieht Trainer Uebachs mit seinen beiden Schützlingen für das Maximale alle Register. Kürzlich konnte er noch ein nagelneues Boot vom Essener Kooperationspartner organisieren. „Dank der Flügelausleger haben wir vielleicht einen technischen Vorteil“, erklärt der Coach. Die Zwillinge sind also bestens vorbereitet für den großen Wurf.