Der Kampf ist wieder eröffnet

Marco Brings und die Blau-Weißen aus Mintard wollen in Altenessen gewinnen.
Marco Brings und die Blau-Weißen aus Mintard wollen in Altenessen gewinnen.
Foto: Herbert Höltgen
Was wir bereits wissen
Für den MSV 07, den SV Rot-Weiß, den MFC Vatangücü und Blau-Weiß Mintard nimmt die Bezirksliga-Saison am Sonntag wieder Fahrt auf.

Lange genug rollte der Ball nur unter dem Hallendach oder in bedeutungslosen Testspielen. Endlich – möchte man sagen – wird in der Fußball-Bezirksliga ab Sonntag wieder um Meisterschaftspunkte gekämpft. Vier Mülheimer Teams sind dabei und starten mit ganz unterschiedlichen Zielen in die Rückrunde.

DJK SG Altenessen – Blau-Weiß Mintard (15 Uhr, Kuhlhoffstraße). Am besten verlief aus Mülheimer Sicht wohl die Vorbereitung bei den Blau-Weißen aus Mintard. Sieger bei der Mülheimer Hallenstadtmeisterschaft, starker Sechster beim Essener Pendant und auch in den Testspielen wusste der Aufsteiger zu überzeugen. „Ich bin sehr zufrieden mit der Vorbereitung“, fällt das Fazit von Trainer Marco Guglielmi nicht überraschend auch sehr positiv aus. „In der Halle ist es für uns optimal gelaufen und auch draußen haben wir einige sehr gute Testspiele gemacht.“

Kaufen kann man sich dafür in der Liga bekanntlich nichts. Beim Tabellenvorletzten in Altenessen erwartet die Mülheimer ein Kampfspiel. „Ich gehe von einem ganz schwierigen Spiel aus und es für uns auch ein sehr wichtiges und richtungsweisendes“, sagt der Coach. Da am nächsten Wochenende Spitzenreiter Essen-West wartet, wäre ein Sieg gegen Altenessen höchst wichtig für den Aufsteiger.

Verzichten muss Guglielmi am Sonntag nur auf Dennis Brinkmann (Knieverletzung), Niko Krause (muskuläre Probleme) und den zuletzt Langzeitverletzten Markus Gotsch (Lauftraining). Andreas Kniep ist nach seinem Pfeifferschen Drüsenfieber allerdings wieder fit. Einziger Neuzugang ist Torwart Lars Zabinski, der den neuen Co-Trainer Lars Fleischer ersetzt.

SV Rot-Weiß Mülheim – SGP Oberlohberg (15 Uhr, Bruchstraße). „Für uns gibt es nur eine Marschrichtung“, sagt Co-Trainer Christian Bär. Für die Rot-Weißen zählt am Sonntag vor heimischer Kulisse nur ein Sieg. Damit soll die Aufholjagd beginnen. „Wir waren in der Hinrunde auch immer nah dran. Schließlich haben wir neunmal Unentschieden gespielt“, betont Bär. In der Vorbereitung haben die Rot-Weißen daher vor allem an der Kondition gearbeitet. „Die ersten Wochen waren wirklich gut und ich denke, dass wir jetzt zumindest auf einem guten Weg sind“, betont der Co-Trainer.

Personell können die Eppinghofer allerdings nicht aus dem Vollen schöpfen. Kapitän Kevin Klewer zog sich im letzten Testspiel eine Verletzung am Fußgelenk zu und wird wohl länger ausfallen. Torhüter Dennis Porscha ließ sich in dieser Woche ein Überbein an der Hand entfernen und wird von Daniele Autieri ersetzt.

TuRa 88 Duisburg – Mülheimer SV 07 (15 Uhr, Kammerstraße). So richtig weiß MSV-Trainer Jörg Ostwald noch nicht, wo seine Mannschaft steht. Nach schwieriger Vorrunde und mehreren Neuzugängen ist der MSV noch im Umbruch. „Wir haben schwer gearbeitet und richtig Gas gegeben. Trotzdem kamen die Ergebnisse am Anfang nicht“, so Ostwald. Die letzten zehn Tage bezeichnet der Coach aber als Aufwärtstrend. Beim 1:1 (0:1) gegen die U19 des SC Bayer 05 uerdingen machte der MSV ein richtig gutes Spiel. Dimitri Steininger erzielte den Ausgleichstreffer. Mit 6:1 (3:1) wurde am Donnerstag der A-Kreisligist SV Orsoy besiegt. Marcel Taczkowski, Jann Brüger, Daniel Krippel, Enver Muzaffer, Tufan-Can Canga und Benjamin Käsch waren erfolgreich.

Von den Neuzugängen sollen vor allem Enver Muzaffer und Rückkehrer Marcel Taczkowski zu festen Größen werden. Im Mittelfeld fehlt zurzeit Gökhan Türj. Da sich Dominic Haas das Nasenbein gebrochen hat, steht am Sonntag Marc Leo Krick zwischen den Pfosten des MSV.

Viktoria Buchholz – Mülheimer FC Vatangücü (15 Uhr, Sternstraße). Beim abgeschlagenen Tabellenletzten hat Trainer Hakan Turna ein Himmelfahrtskommando übernommen. Und nun geht es zum Rückrundenstart gleich zum Tabellenzweiten nach Buchholz. „Wir wollen angreifen. Und damit müssen wir jetzt sofort anfangen, sonst ist alles ganz schnell vorbei“, weiß der Coach. 13 Punkte beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer.

Umso bitterer ist es, dass Rückkehrer Abed Laktab in den wichtigen ersten Spielen der Rückrunde noch nicht spielberechtigt ist. Zudem sind Coskun Askar (Leistenprobleme) und Sefa Dogansoy (Fußgelenksverletzung) verletzt.