Der erste Knaller im neuen Jahr

Kaum ist das Silvesterfeuerwerk verklungen, da wartet bereits der nächste Knaller. Zum Auftakt der Bundesliga-Rückrunde kommt es am Sonntag, 4. Januar, 14 Uhr, im Badminton-Leistungszentrum an der Südstraße zum Duell des 1. BV Mülheim gegen den 1. BC Beuel.

Gut in Erinnerung dürfte allen Beteiligten das hoch dramatische Halbfinal-Duell vom 1. Mai sein. Nur wegen des besseren Punktverhältnisses zog der Rekordmeister BVM in das Endspiel um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft ein, das er beim SC Union Lüdinghausen unglücklich mit 2:4 verlor.

Ähnlich spannend dürfte es auch diesmal gegen die Bonner zugehen. Nachdem man auf Mülheimer Seite in den letzten vier Ligaspielen nicht in Bestbesetzung antreten konnte (aus unterschiedlichen Gründen hatten Fontaine Mica Chapman, Marcus Ellis und Jorrit de Ruiter gefehlt), sollte der Start in das neue Jahr mit voller Mannschaftsstärke erfolgen. Dabei gilt es, die sehr gute Form aus der Hinrunde zu bestätigen und den als Herbstmeister herausgearbeiteten Punktevorsprung beizubehalten.

Mit Judith Meulendijks stellt der BVM die erfolgreichste Spielerin der Bundesliga. 13 Mal trat die seit November in der Schweiz als Trainerin tätige Niederländerin an, 13 Mal verließ sie bei nur zwei abgegebenen Sätzen den Platz als Siegerin. Eine mehr als beeindruckende Bilanz, insbesondere vor dem Hintergrund ihres für den Leistungssport fortgeschrittenen Alters von 36 Jahren. Eine annähernd ähnlich gute Siegquote weisen die deutsche Nationalspielerin Johanna Goliszewski und der englische Auswahlspieler Marcus Ellis mit 86 Prozent gewonnener Spiele auf. Gerade eines ihres verlorenen Matches war das Mixed am ersten Spieltag gegen Beuel. Beide haben also noch eine Rechnung mit den Gästen aus der ehemaligen Bundeshauptstadt offen, die es am Sonntag zu begleichen gilt.

Aber auch auf der Bonner Seite stehen zwei Spieler mit blütenreiner Weste. Andreas Heinz und Chris Langridge gewannen in der aktuellen Saison alle ihrer neun bzw. acht Matches und waren so die Basis der Beueler Siege. Es ist also ein hochspannendes Duell auf Augenhöhe zu erwarten, in dem mal wieder nur das Punkteverhältnis den Ausschlag geben könnte.

Am Dreikönigstag (Dienstag, 6. Januar) geht es für den 1. BVM dann zum Auswärtsspiel nach Dortelweil. Beim Duell des Tabellenletzten gegen den Tabellenersten dürfte die Favoritenrolle eindeutig verteilt sein. Nur wegen des freiwilligen Rückzuges der SG EBT Berlin hielten die Dortelweiler im vergangenen Jahr die Klasse. Und auch in dieser Saison scheint der Klassenerhalt zu einer Herkulesaufgabe zu werden.

Beim 5:1-Hinspielsieg der Mülheimer war lediglich das verlorene Herreneinzel ein Wermutstropfen. Dort verlor Dmytro Zavadsky völlig überraschend deutlich gegen den rund 200 Weltranglistenplätze hinter ihm platzierten Kai Schäfer. Daher wird es in dieser Partie neben zwei Punkten auch um eine Wiedergutmachung gehen.

BVM-Trainer Boris Reichel weiß auch im neuen Jahr, dass er sich auf den Teamspirit seiner Auswahl verlassen kann: „Da ist ein besonderes Zusammengehörigkeitsgefühl bei uns in der Mannschaft. Wir sind eine der wenigen ,Mannschaften’ in einer Individualsportart.“