Der 1. BVM legt in Hessen nach

SV Fun-Ball Dortelweil -
1. BV Mülheim 2:4

Herrendoppel: Peter Lang/Fabian Holzer - Dmytro Zavadsky/Jorrit de Ruiter 19:21, 21:18, 18:21
Damendoppel: Anika Dörr/Franziska Volkmann - Judith Meulendijks/Johanna Goliszewski 14:21, 9:21
1. Herreneinzel: Kai Schäfer - Dmytro Zavadsky 11:21, 14:21
Dameneinzel: Anika Dörr - Fontaine Mica Chapman 21:14, 8:21, 21:17
Gemischtes Doppel: Fabian Holzer/Cisita Joity Jansen - Jorrit de Ruiter/Johanna Goliszewski 21:0, 21:0 (Aufgabe durch BVM)
2. Herreneinzel: Thomas Legleitner - Alexander Roovers 10:21, 11:21

Beim SV Fun-Ball Dortelweil kam am Sonntag endlich einmal richtig Freude auf. Im Kellerduell beim TSV Neuhausen-Nymphenburg gelang mit 5:1 der ersehnte Erfolg in der Königsklasse. Nach anderthalb Jahren Bundesliga-Zugehörigkeit feierten die Hessen den ersten Sieg überhaupt und verließen als Zugabe das Tabellenende. Der Spaß währte beim Fun-Ball indes nicht lange. Am Dienstagabend gab sich in Bad Vilbel mit dem 1. BV Mülheim der Vizemeister die Ehre, der für die wieder in den tristen Ligaalltag eingetauchten Gastgeber trotz einiger Schwächen eine Nummer zu groß war.

Am nächsten Spieltag wartet auf den 1. BVM eine ungleich schwerere Aufgabenstellung. Am Dienstag, 20. Januar, kommt es in der RWE-Sporthalle gegen den SC Union Lüdinghausen nur Neuauflage des letztjährigen DM-Endspiels.

Wie so oft legten die Mülheimer Damen in Abwesenheit von Trainer Boris Reichel, der als Repräsentant der Firma Yonex bei den Estonian International in Tallinn weilt, vor. Judith Meulendijks und Johanna Goliszewski trennten sich schnell von leichten Anlaufschwierigkeiten und erledigten ihren abendlichen Job routiniert, leichtfüßig und vor allem ganz schnell. Davon konnte das Herrendoppel nur träumen. Weil Marcus Ellis in England geblieben war, musste wieder das wenig eingespielte ukrainisch-niederländische Duo Dmytro Zavadsky und Jorrit de Ruiter in die Bresche springen. Beide mussten über den Umweg des Entscheidungssatzes gehen, kamen letztlich aber sicher zum Ziel.

Die Mülheimer Herren hatten indes im Einzelwettbewerb leichtes Spiel. Alexander Roovers fühlte sich gegen Thomas Legleitner in eine Trainingseinheit versetzt, während sich Dmytro Zavadsky einen großen Wunsch erfüllte. Ihm gelang gegen Kai Schäfer die Revanche für die so bittere 17:21 und 10:21-Niederlage im Hinspiel.

Mehrarbeit, freilich ohne Ertrag, hatte die Engländerin Fontaine Mica Chapman, die gegen den 1. BC Beuel wegen des verspäteten Fluges gefehlt hatte. Vorteil hieß es für die Mülheimerin Anika Dörr im ersten Satz, in dem die Spielerin von der Insel einfach nicht ihren Rhythmus fand. Im zweiten Durchgang vollzog Chapman die Kehrtwende und eilte zum Satzgewinn. Als es im Entscheidungssatz um die Wurst ging, bewies Dörr die besseren Nerven. „Das Mixed haben wir nicht mehr gespielt, weil Jorrit nach seiner langen Krankheit und den beiden Matches gegen Beuel doch ziemlich fertig war. Wir hatten den Sieg bereits und wollten kein gesundheitliches Risiko eingehen“, sagte Judith Meulendijks. Die Mannschaftsführerin: „Wir haben es uns heute selbst ein wenig schwer gemacht. Insgesamt fehlten zehn Prozent Konzentration. Wenn wir so gespielt hätten wie gegen Beuel, wäre das viel klarer ausgegangen. Aber auch Respekt vor Dortelweil.“