Den Klassenerhalt hat der SC Croatia fest im Visier

Peilen den Klassenerhalt an: Geschäftsführer Andreas Herring, Torwarttrainer Daniele Autieri, Co-Trainer Ivan Vojkovic, Ivan Hrgota, Andrej Kegelj, André Kasumovic, Goran Pusic, Arnes Brkic, Maximilian Jabs, Nick Falkenstein, Jozo Duvnjak, Aziz Kovacevic, Toni Matic und Trainer Izzet Akdogan sowie (unten v.l.) Marco Gandolfo, Sanid Fazlic, Onur Gülbeyaz, Yusuf Yildirim, Igor Ivic, Dennis Pandza, Marko Vrkic, Timo lo Bue, Dren Alaj und Fabian Will.
Peilen den Klassenerhalt an: Geschäftsführer Andreas Herring, Torwarttrainer Daniele Autieri, Co-Trainer Ivan Vojkovic, Ivan Hrgota, Andrej Kegelj, André Kasumovic, Goran Pusic, Arnes Brkic, Maximilian Jabs, Nick Falkenstein, Jozo Duvnjak, Aziz Kovacevic, Toni Matic und Trainer Izzet Akdogan sowie (unten v.l.) Marco Gandolfo, Sanid Fazlic, Onur Gülbeyaz, Yusuf Yildirim, Igor Ivic, Dennis Pandza, Marko Vrkic, Timo lo Bue, Dren Alaj und Fabian Will.
Foto: MARTIN KERSTAN FOTOGRAFIE / FUNK
Nach dem überraschenden Aufstieg in die Bezirksliga hat sich das Team breiter aufgestellt. Trainer Akdogan peilt die Ränge 12 bis 14 an.

Zugegeben, es war auch eine Menge Glück im Spiel, dass der SC Croatia Mülheim aus der Aufstiegslotterie der Fußball-Kreisliga A als Sieger hervorgegangen ist. Der Aufstieg in die Bezirksliga ist der größte Erfolg von Mülheims drittjüngstem Fußballklub. Das Ziel in der neuen Saison kann nur der Klassenerhalt sein. Die Verantwortlichen rechnen mit Platz 12 bis 14.

Verknüpft ist der Erfolg mit Izzet Akdogan, der die Mannschaft zur Rückrunde übernahm und von Platz sieben aus noch zur Meisterschaft führte. Mit dem A-Lizenzinhaber ist eine neue Professionalität, aber auch eine gewisse Nüchternheit in den Klub eingezogen.

Denn der Coach weiß, was er an seiner Mannschaft hat, aber eben auch, was nicht. Obwohl er türkischer Abstammung ist, sagt Akdogan „wir Kroaten“. Seit sieben Jahren fühlt er sich im Verein heimisch, macht in jedem Jahr Urlaub in Kroatien und spricht sogar die Sprache seiner meisten Spieler.

Izzet Akdogan weiß aber auch, dass der SC im Endspurt der vergangenen Saison unter den vielen mit Aufstiegshoffnungen behafteten Teams eine Menge Glück hatte und mit einfachen Mitteln zum Erfolg gekommen ist. „Wir haben teilweise mit fünf Verteidigern und drei Stürmern gespielt – also fast ohne Mittelfeld – und haben die Bälle oft nur lang nach vorn geschlagen“, erklärt der Coach.

Für die Kreisliga A hat es gereicht. Und für die Bezirksliga? „Ich bin gespannt, wie groß der Unterschied wirklich ist“, sagt der Coach, für den die Gruppe ein unbeschriebenes Blatt ist. Beobachtungen der Gegner wird sich Akdogan schenken. „Das bringt nichts, wir sind doch nicht in der Bundesliga“. Der Fokus liegt einzig und allein auf der eigenen Mannschaft.

Spielerisch soll in der neuen Saison zwar ein Schritt nach vorne, hin zur Dreierkette, gemacht werden, aber Akdogan setzt vor allem auf Disziplin. „In der letzten Saison hatten wir im Extremfall nur vier Spieler beim Training. Das darf nicht mehr passieren, sonst gehen wir in der Bezirksliga unter“, sagt der Coach. In der Vorbereitung dürfen sich seine Schützlinge vor allem auf eines einstellen: Konditionstraining. „Wir müssen die Spieler fit kriegen“, sonst habe die Elf keine Chance. „Die alte Schule“, sagt Akdogan über sein Vorbereitungsprogramm.

Kader ist breiter aufgestellt

In der neuen Saison wird der SC vor allem breiter aufgestellt sein, die Qualität der Alternativen ist deutlich größer. Eine Menge erwartet der Coach von Marco Gandolfo. Der ehemalige RSV-Spieler soll im zentralen Mittelfeld eine Spielmacherrolle übernehmen. Der junge Linksfuß Dren Alaj aus der A-Jugend des SV Raadt ist für die linke Außenbahn eingeplant. Er bringt Valentin Markic mit, der den Angriff des Aufsteigers verstärken soll. Ebenfalls dort eingeplant ist Ivan Hrgota (FC Cro Sokoli Aachen), der früher sogar schon in der Oberliga gespielt hat. Jozo Duvnjak verstärkt die Abwehr der „Kroaten“, Mario Matijas das Mittelfeld. Beide kommen vom RSC Essen.

Mit den neuen Kräften traut Izzet Akdogan seiner Elf den Klassenerhalt zu. Dass große Sprünge aber noch nicht drin sind, weiß der Coach auch. „Ich denke, dass Platz 12 bis 14 möglich ist.“