Dean Heppner – ein Talent auf der Überholspur

Dean Heppner ist ein Talent auf der Überholspur. Der Elfjährige spielt Badminton beim TSV Heimaterde.
Dean Heppner ist ein Talent auf der Überholspur. Der Elfjährige spielt Badminton beim TSV Heimaterde.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Dean Heppner hat das Zeug dazu, eines Tages ein richtig guter Badmintonspieler zu sein. Der Elfjährige ist bereits in diesem Jahr westdeutscher Meister geworden.

Ein wenig schüchtern sitzt Dean Heppner auf einem Kasten in der Sporthalle. Hin und wieder schweift sein Blick zu den anderen Sportlern, die gerade ihr samstägliches Training absolvieren, am liebsten würde er wohl selbst gerade Bällen hinterherhechten und anschließend übers Netz schlagen. Der Elfjährige wirkt zurückhaltend, beantwortet zwar eifrig alle Fragen, ohne dabei jedoch große Reden zu schwingen. Das haben unlängst andere übernommen; Dean gilt deutschlandweit als großes Badminton-Talent, dessen Entwicklung man in den nächsten Jahren auf jeden Fall auf dem Schirm haben sollte.

Die positive Entwicklung Deans begann schon vor einiger Zeit. Bereits mit sechs Jahren schloss er sich dem TSV Heimaterde an, um wie sein großer Bruder Badminton zu spielen. „Ich finde den Verein toll, die Trainer sind nett und meine Freunde spielen auch hier“, erklärt Dean. In der Sporthalle an der Kleiststraße, in die er zum Termin mit dieser Zeitung gekommen ist, trainiert er mehrfach in der Woche, vier oder fünf Mal arbeitet er daran, noch besser zu werden.

Auswahl-Lehrgang in Hamburg

Das Training und die harte Arbeit, die er in sein Spiel steckt, haben sich schon früh bezahlt gemacht: Bereits mit acht Jahren gehörte Dean dem U11-Bezirksstützpunkt Mülheim an. In dieser Saison spielt er bereits in der U13-Altersklasse, um richtig gefordert zu werden, und das, obwohl sein elfter Geburtstag noch gar nicht so lange zurückliegt. Zudem stehen immer mal wieder große Turniere an, an denen Dean regelmäßig teilnimmt – und überzeugt. Bereits auf einige Erfolge kann er in seinem jungen Alter schon zurückblicken – auf den wohl größten im Januar dieses Jahres: In Oberhausen ist Dean westdeutscher Meister geworden, „ein tolles Gefühl“, beschreibt er.

Auch Bundestrainer Dirk Nötzel sind seine außerordentlichen Leistungen selbstverständlich nicht entgangen, Dean gehört bereits jetzt zum deutschlandweiten Talentteam in der U13-Altersklasse – aus ganz NRW sind nur sechs andere Talente der Jahrgänge 2004 und 2005 an Deans Seite in dieser Jungen-Nationalmannschaft. Im März ging es zu einem Auswahl-Lehrgang nach Hamburg, bei dem es wieder viel zu lernen gab, Turniere hat Dean mittlerweile schon in ganz Deutschland, Holland und Belgien hinter sich.

Auch am vergangenen Wochenende war der Elfährige im Einsatz. Mit der NRW-U11 nahm er an einem Gruppenpokal im hessischen Maintal teil. Mit seiner Mannschaft gewann er alle Spiele, im Einzel holte Dean einen beachtlichen vierten Platz – das Spiel um Rang drei verlor er im dritten Satz denkbar knapp mit 21:23. Es war nicht die erste Niederlage für Dean und es wird wohl auch nicht seine letzte gewesen sein. Doch was sich geändert hat, ist sein Umgang mit Misserfolgen. „Dean hat gelernt, mit Niederlagen umzugehen“, erklärt seine Mutter Sandra, mittlerweile fliegen nach Enttäuschungen keine Schläger mehr durch die Hallen.

Dafür fliegen Bälle durch die Luft – und zwar reichlich. Denn Dean ist noch längst nicht am Ende! Das Ziel sind die deutschen Meisterschaften, die im April 2016 praktischerweise in Mülheim stattfinden. Auch wenn es eine deutsche Meisterschaft vor der eigenen Haustür ist, ist es noch ein weiter Weg bis dorthin. Dean Heppner wird ihn gehen.