Das Wunder von Toronto
08.08.2011 | 18:52 Uhr 2011-08-08T18:52:00+0200
Weltmeister! Mit diesem Erfolg im Gepäck kehrten die Drachenbootsportler vom Mülheimer Kanusport-Verein aus Toronto (Kanada) zurück. Eine Bronzemedaille und drei hauchdünne vierte Plätze rundeten eine rundum gelungene WM-Teilnahme und den größten Vereinserfolg im Drachenbootsport ab.
Der erste Wettkampftag begann mit einer Besonderheit, die dem Team von der Ruhr schon am Vortag Sorgen bereitete: Es sollte der heißeste Tag in Toronto seit Zeitmessung werden. Bei ca. 39 Grad im Schatten begann für die Herren der Wettkampf im Smallboat über 200 Meter. Mit einem eindeutigen Vorlaufsieg konnte sich das Team direkt für das Finale qualifizieren, verpasste aber die Gelegenheit, sich durch weitere Läufe besser in den Wettkampf einzufinden und den Bootstyp unter Wettkampfbedingungen einzufahren. Dies sollte sich im Finale als Nachteil erweisen. Dort traf man auf zwei kanadische und ein amerikanische Team, die der Mülheimer Crew keine Chance ließen und sie mit zwei Zehntel Rückstand auf Platz vier verwiesen.
Die Ladies greifen ein
Am Nachmittag griffen die Ladies ins Wettkampfgeschehen ein. Aufgrund der unfassbaren Temperaturen hatten diese die Vorgabe, so lange wie möglich im klimatisierten Hotel zu verweilen. Im Vorlauf mussten sich die Mülheimerinnen einem Team aus Kanada geschlagen geben. Nach Umstellung der Startphase konnten sich die Damen im Hoffnungslauf deutlich steigern und erreichten als bis dato Tagesschnellste ebenfalls das Halbfinale. Hier konnten sich die Damen nach einem taktischen, Kräfte sparenden Rennen als Zweite für das Finale qualifizieren. Im Finale kam es dann wieder zum Aufeinandertreffen mit den Kanadiern, mit denen noch eine Rechnung offen war. Mit einem tollen Start und einem fulminanten Endspurt, den Trommler Sven Masshoff im richtigen Moment anzählte, setzte sich das Team schließlich durch und schaffte das Wunder von Toronto, den Weltmeistertitel in der Damenkonkurrenz über 200 Meter.
Wettkampftag zwei stand im Zeichen des Standardbootes. Im Mixed-Boot, bestehend aus acht Frauen und zwölf Herren, ging das Mülheimer Boot über 200 und 500 Meter an den Start. Zu Beginn standen die 200 Meter auf dem Programm. Die Mülheimer fuhren im ersten Rennen auf Platz drei hinter zwei kanadischen Teams. Über das Halbfinale qualifizierte sich der Rote Drache als einziges deutsches Team für das Finale. Dieses ging rasant an den Start und in einem kräfteraubenden Endspurt verlangte das Boot den Kanadiern alles ab. Am Ende konnte nur durch ein Zielfoto entschieden werden, wer als Dritter über die Ziellinie gefahren ist. Den undankbaren vierten Platz bekam das Team aus Mülheim zugesprochen. Nur zwei Hundertstel fehlten zum Podiumsplatz.
Über die 500 Meter-Distanz ging der Rote Drache im ersten Rennen als Zweiter aus dem Lauf und qualifizierte sich für das Halbfinale. In diesem Rennen verpasste die Mannschaft ganz knapp das Finale, in dem vier kanadische Teams an den Start gingen.
Am dritten Wettkampftag hatten die Damen Pause. An diesem sollten nur die Herren um die Medaillen kämpfen. 500 Meter standen auf dem Programm. Im ersten Vorlauf ging das Mülheimer Boot als Zweiter vom Wasser und qualifizierte sich sofort für das Halbfinale. Auch im Halbfinale schlugen sich die Herren gut und waren wiederum als einziges deutsches Boot im Finale. Aber auch über 500 Meter im Smallboat sollte es nur für den vierten Platz reichen.
Am vierten und letzten Wettkampftag war noch einmal Tag der Damen. Diesmal waren die Herren am Rand und unterstützten die Ladies lautstark. Das erste Rennen über 500 Meter verlief noch nicht wie gewünscht. Der Bootslauf war nicht optimal und auf der Strecke wurden kostbare Sekunden verschenkt, so dass die Damen durch den Hoffnungslauf mussten. Vor diesem schworen sie sich noch einmal ein und gingen an den Start. Dieses Rennen wurde vom Beginn an dominiert. Der Rote Drache ging klar als erster über die Ziellinie und erreichte somit das Halbfinale. Im Halbfinale mussten sich die Mülheimer nur den Chinesen geschlagen geben, die später Weltmeister werden sollten, und qualifizierten sich als Zweiter für das Finale. In einem packenden Rennen, in dem die Mülheimer Crew bis zur 250-Meter-Marke führte, fuhren die Damen hinter China und Kanada auf Platz drei und steigerten sich im Vergleich zum ersten Rennen um unglaubliche neun Sekunden. Insgesamt war dies die erfolgreichste Teilnahme der „Drachen“ an einer internationalen Meisterschaft.
16:49
sieh mal an wie schnell die plötzlich sind wenns darum geht einen artikel raus zu nehmen. hat keine 5 minuten gedauert. sonst haben sie vom 1.8.-5.8. gebraucht um mal wieder was reizusetzen. schämen sollten sie sich.
16:42
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16:39
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13:48
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09:41
@reisejuergen:
Da scheinen Sie mir aber schlecht über den Mülheimer Sport informiert zu sein.
Die o.g. Damenmannschaft, aus dem von Ihnen kritisierten Artikel, ist auf der diesjähriger Medl-Nacht zur Mannschaft des Jahres 2010 gewählt worden.
Wie Sie sicher wissen, wird die Mannschaft des Jahres nicht nur durch eine Fachjuri gewählt, sondern auch durch die Leser der WAZ und anderen Bürgern der Stadt Mülheim.
Wären es nur die vier von Ihnen genannten, dann hätte es sicher ein anderes Ergebnis gegeben.
Suchen Sie sich doch das nächste Mal ein passendes Beispiel für Ihre Unmutsäußerungen.
23:42
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