Das Warten auf den ersten Auswärtssieg 2015

Semih Zorlu übernimmt wieder den Innenverteidigerposten des gelb-rot-gesperrten Philipp Bartmann.
Semih Zorlu übernimmt wieder den Innenverteidigerposten des gelb-rot-gesperrten Philipp Bartmann.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Speldorfer Selbstvertrauen wächst, so dass der VfB forsch in das Duell beim Tabellenvierten Klosterhardt geht. Philipp Bartmann ist gesperrt.

Nach drei Heimsiegen hintereinander und einem mittlerweile auch sechs Punkte angewachsenen Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz sieht die Welt beim VfB Speldorf wieder wesentlich freundlicher aus als noch vor wenigen Monaten. Doch auswärts ist der Fußball-Landesligist im Jahr 2015 in der Liga bislang erfolglos geblieben – auch weil es gegen die beiden Spitzenteams FSV Duisburg und Spvg Schonnebeck ging.

Am Sonntag bekommen die Grün-Weißen den Ligavierten DJK Arminia Klosterhardt vorgesetzt. Sind die Mülheimer in der Lage am Hans-Wagner-Weg zu gewinnen? Anstoß in Oberhausen ist um 15.15 Uhr.

Speldorfs Trainer Oliver Röder würde die Frage am liebsten mit einem lauten „ja“ beantworten, entscheidet sich dann aber doch lieber für die etwas vorsichtigere Antwort: „Das Selbstvertrauen müsste da sein und wir wollen nachhaltig zeigen, dass wir aus den beiden verlorenen Auswärtsspielen gelernt haben.“

Was seine Mannschaft besser machen muss, liegt auf der Hand. „Wir müssen unsere Chancen einfach noch konsequenter nutzen“, sagt Röder. Dass sein Team am vergangenen Sonntag beim 3:1-Erfolg über die Sportfreunde Niederwenigern gleich die ersten beiden Chancen zur 2:0-Führung nutzte, hat der Coach zwar wohlwollend zur Kenntnis genommen, sich aber anschließend über zwei vergebene Möglichkeiten geärgert. „Dann hätten wir beim Stand von 4:0 gar nicht mehr über taktische Cleverness sprechen müssen“, betont Röder.

Nachwirkungen hat das Duell gegen die Hattinger auch in personeller Hinsicht. Philipp Bartmann sah nach seinem Handspiel, das zum Elfmeter und zum 2:1-Anschlusstreffer führte, die Gelb-Rote Karte und muss in Klosterhardt passen. Im Heimspiel gegen Niederwenigern übernahm in der zweiten Hälfte Semih Zorlu den Innenverteidigerposten von Bartmann und Danny Steinmetz kam als rechter Verteidiger ins Spiel. So wird das Team wohl auch in Oberhausen aussehen, gleichwohl Zorlu leicht angeschlagen ist.

Sein Einsatz scheint aber ebenso wenig in Gefahr zu sein wie der von Maximilian Fritzsche, der nach wie vor leichte Probleme mit seinem verletzten Rücken hat. Keine Option für die Startelf ist derzeit Stürmer Kevin Bongers, der sich auf eine Prüfung bei der Feuerwehr vorbereitet und nicht zu einhundert Prozent fit ist. Aufgrund der starken Leistung von Michael Siminenko am vergangenen Sonntag hat Röder in der Offensive aber ohnehin wenig Grund zum Wechseln.

Nachdem die Mülheimer daheim an der Saarner Straße zuletzt durch ein starkes Konterspiel zum Erfolg kamen, soll dies auch in Oberhausen einer der Schlüssel zum ersten Auswärtssieg in diesem Jahr werden. „Ich kann aber schon sagen, dass wir uns nicht hinten reinstellen und nur auf Konter lauern werden. Wir gestalten das Spiel schon aktiv mit“, betont Röder.